Chemnitzer Sozialarbeiter in der Bürokratie-Falle

Chemnitz - Kinder und Jugendliche in Chemnitz sind nicht ausreichend geschützt. Das kritisiert die FDP.

Hai Bui (27), FDP-Fraktionsgeschäftsführer, beklagt, dass die Chemnitzer Sozialarbeiter zu viel Zeit für Bürokratie aufwenden müssen.
Hai Bui (27), FDP-Fraktionsgeschäftsführer, beklagt, dass die Chemnitzer Sozialarbeiter zu viel Zeit für Bürokratie aufwenden müssen.  © Uwe Meinhold

Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes seien überlastet. Ein Angestellter ist gleichzeitig für 62 Fälle zuständig, räumt die Stadt ein.

Hauptproblem: Die Betreuung kommt zu kurz. Über die Hälfte der Arbeitszeit von Sozialarbeitern geht für Schreibarbeiten drauf.

"In Zeiten, in denen Fachkräfte gebraucht werden, kann das nicht sein", beklagt FDP-Fraktionsgeschäftsführer Hai Bui (27).

"Wenn Mitarbeiter überlastet sind, treffen sie keine guten Entscheidungen", ergänzt Jens Kieselstein (39, FDP). Dies könne im schlimmsten Fall dazu führen, dass Kinder fälschlicherweise aus Familien genommen werden.

Hai Bui plädiert für digitale Sprachprotokolle. Die Stadt schlägt die Einführung einer elektronischen Akte vor, um die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen zu verbessern.

Die Stadt sieht das Problem selbst: Offene Stellen sollen zügig nachbesetzt werden. Dies könne sich aber aufgrund von zu wenigen Bewerbern verzögern.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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