Mitarbeiterin heimlich auf Klo gefilmt? Gericht spricht Telefonshop-Chef frei

Chemnitz - Mit einer versteckten Kamera auf dem Damenklo soll Heiko U. (47) seine Mitarbeiterin Yvonne M. (32) gefilmt haben. Das Amtsgericht hatte den ehemaligen Telefonshop-Chef zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Chemnitzer ging in Berufung - Freispruch.

Er sollte seine Mitarbeiterin auf dem Klo gefilmt haben: Heiko U. wurde am Dienstag vom Chemnitzer Landgericht freigesprochen.
Er sollte seine Mitarbeiterin auf dem Klo gefilmt haben: Heiko U. wurde am Dienstag vom Chemnitzer Landgericht freigesprochen.  © Haertelpress

Monatelang wurde Yvonne M. auf der Toilette gefilmt, die Kamera war im Staubsauger versteckt.

Die Aufnahmen lagen auf dem Firmen-PC. Doch mehrere Mitarbeiter hatten Zugriff, die Passwörter sollen unter der Schreibtischunterlage gelegen haben.

"Wir waren gut befreundet", sagt Heiko U. über seine Angestellte. Man traf sich privat zu Frühstück oder Massage.

Doch dann zeigte Yvonne M. ihren Chef wegen sexueller Nötigung an. "Da habe ich gemerkt, dass sie mich eigentlich nur verarscht", so Heiko U.

Denn durch ihre Avancen habe sie Vorteile bei der Arbeit genossen. Er vermutet, dass sie selbst für die Klo-Filme verantwortlich sei.

"Natürlich habe ich nichts gewusst und war völlig schockiert", widerspricht die 32-Jährige.

Das Landgericht Chemnitz sprach den Angeklagten frei - zu viele Widersprüche und Unklarheiten. Die Richterin: "Im Zweifel für den Angeklagten."

Titelfoto: Haertelpress

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