Kritik an klapprigen MRB-Waggons: Ein Schaffner nimmt es mit Humor

Mitarbeiter der Mitteldeutschen Regiobahn versuchen es bei Durchsagen mit Humor und Ironie.
Mitarbeiter der Mitteldeutschen Regiobahn versuchen es bei Durchsagen mit Humor und Ironie.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Die Kritik an den klapprigen Reichsbahnwaggons auf der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig ist laut und hört nicht auf. Jetzt schlagen Mitarbeiter der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) zurück - mit Ironie.

Kürzlich auf der Fahrt nach Leipzig überraschte eine Durchsage in der MRB-Bahn: "Guten Tag, wir möchten Sie auf unser nicht vorhandenes Speisen- und Getränkeangebot in unserem nicht vorhandenen Speisewagen hinweisen. Dort gibt es weder kalte noch heiße Getränke." Auf der Rückfahrt erheiterten andere Sprüche die Reisenden: "Wir erreichen gleich Bad Lausick, das schönste Kurbad der ganzen Region/die Weltmetropole Narsdorf."

Nur die gute Laune eines einzelnen Schaffners oder eine groß angelegte Humor-Offensive? Letztere weist die MRB ohne Witz von sich: Es habe sich um selbstständige und spontane Ansagen der Mitarbeiter gehandelt. "Eine langfristige Umsetzung ist von uns nicht geplant", heißt es aus der Pressestelle. Und so bleibt die MRB wohl weiter in der Kritik genervter Reisender.

Dazu gehören auch Prominente wie die scheidende Chefin der Kunstsammlungen, Ingrid Mössinger. Sie schimpfte nach einer Fahrt: "Dieser Zug schadet Chemnitz."


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