So schön strahlte der Blutmond über Chemnitz

Chemnitz - Frühaufsteher konnten am Montagmorgen das Himmelsspektakel des Jahres erleben: Eine totale Mondfinsternis und einen damit verbundenen Blutmond.

Der Mond über Chemnitz gegen 5.45 Uhr.
Der Mond über Chemnitz gegen 5.45 Uhr.  © Victoria Winkel

Seit etwa 4.30 Uhr schob sich der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde und um so weiter der Schatten über den Mond wanderte, umso rötlicher schimmerte er.

Dieses Phänomen liegt daran, dass die Erdatmosphäre das Sonnenlicht in den Erdschatten lenkte und dann, wie beim Sonnenuntergang nur rotes Licht übrig blieb.

Gegen 6.12 Uhr war dann der Höhepunkt der Mondfinsternis erreicht. Die totale Mondfinsternis dauerte bis etwa 6.44 Uhr. Da hatte der Schatten aber auch schon wieder angefangen sich ganz langsam von unserem Erdtrabanten wegzuschleichen.

Wer nicht ganz so zeitig aufstehen wollte, konnte bis gegen halb acht noch einen Teil der Mondfinsternis erleben. Zu dem Zeitpunkt sah der Mond auch wesentlich größer aus, als normal, weil er da schon sehr niedrig über dem Horizont stand.

Die totale Mondfinsternis über Schloss Augustusburg.
Die totale Mondfinsternis über Schloss Augustusburg.  © Uwe Meinhold

Auch im Chemnitzer Umland war der Blutmond gut zu sehen: In Tettau bei Schönberg (bei Glauchau, Kreis Zwickau) erstrahlte der Vollmond direkt neben der St. Laurentius-Kirche in kräftigem rot. Über Meerane herrschte beste Sicht auf das Schauspiel und im erzgebirgischen Drebach kamen etwa 20 Interessierte in die Sternwarte (Milchstraße 1), um von da aus das Naturphänomen bei klarer Sicht zu genießen.

In anderen Teilen Deutschlands zeigte sich das Himmelsspektakel nicht minder beeindruckend. Ob in Niedersachsen, in Trier oder im Ruhrgebiet, überall hatte man einen recht guten Blick auf das Spektakel.

Die Chancen die Mondfinsternis in voller Pracht zu erleben waren selten so gut, wie an diesem Montagmorgen. Über Chemnitz und dem Erzgebirge war der Himmel klar, nur im Vogtland zogen ein paar Wolken durch und trübte das Spektakel etwas. Allerdings mussten sich die Himmelsbeobachter warm einpacken. Mit teilweise zweistelligen Minusgraden war es knackig kalt.

Wem die Mondfinsternis am Montagmorgen zu zeitig war und sie dadurch verpasst hat, hat im Sommer die nächste Gelegenheit dazu. Am 16. Juni findet eine Teil-Mondfinsternis statt und zwar am Abend. Die nächste totale Mondesfinsternis ist erst wieder am 31. Dezember 2028 zu sehen.

Der Mond gegen 6.40 Uhr über Chemnitz.
Der Mond gegen 6.40 Uhr über Chemnitz.  © Victoria Winkel
7.20 Uhr: Der Erdschatten hat den Mond fast wieder verlassen und die Mondfinsternis ist vorbei.
7.20 Uhr: Der Erdschatten hat den Mond fast wieder verlassen und die Mondfinsternis ist vorbei.  © Victoria Winkel
Der Blutmond in Tettau bei Schönberg (bei Glauchau).
Der Blutmond in Tettau bei Schönberg (bei Glauchau).  © Andreas Kretschel
Auch in Meerane konnte man die Mondfinsternis bei klarer Sicht genießen.
Auch in Meerane konnte man die Mondfinsternis bei klarer Sicht genießen.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Titelfoto: Victoria Winkel

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0