Politiker kämpfen gegen Müll-Notstand in Chemnitz

Chemnitz - Stapelweise Müll am Stadtrand: Der TAG24-Bericht über die Probleme mit den Gelben Säcken und Gelben Tonnen in den äußeren Stadtteilen hat die Politik wachgerüttelt.

Auch in Kleinolbersdorf-A. wissen viele nicht mehr, wann die gelben Säcke abgeholt werden.
Auch in Kleinolbersdorf-A. wissen viele nicht mehr, wann die gelben Säcke abgeholt werden.  © Sven Gleisberg

"Wir brauchen eine Lösung - und die darf nicht auf dem Rücken der Bürger abgeladen werden", fordert Stadträtin Solveig Kempe (37, CDU).

Seit Februar holt der ASR Plasteverpackungen am Stadtrand nur noch alle vier Wochen ab (vorher alle zwei Wochen). Nun stapelt sich der Verpackungsmüll an Straßen und in Kellern. Die Bürger sind stinksauer. Solveig Kempe sieht in einigen Randbereichen einen Müll-Notstand.

"Es kann nicht sein, dass die Bürger auf den Gelben Säcken sitzen bleiben. Der ASR hätte den neuen Abholrhythmus besser kommunizieren müssen. Und wenn vier Wochen zu lang sind, müssen wir über eine Änderung beraten - notfalls mit städtischen Zuschüssen."

In den Betriebsausschuss will SPD-Kollege Detlef Müller (54) das Thema tragen: "Ich bin dafür, dass Gelbe Säcke alle 14 Tage abgeholt werden und die Vier-Wochen-Regel nur bei Gelben Tonnen gilt."

Den Vorwurf der mangelnden Kommunikation lässt Müller nicht auf dem ASR sitzen, "die Bürger müssen in die Informationen auch mal reinschauen". Er möchte dennoch eine Diskussion anschieben. Ziel: "Der Stadtrand muss wieder sauber werden."

Hat den Müll-Notstand im eigenen Keller: CDU-Ratsfrau Solveig Kempe.
Hat den Müll-Notstand im eigenen Keller: CDU-Ratsfrau Solveig Kempe.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner

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