Chemnitz: Neonazi wegen Hitler-Gruß vor Gericht

Chemnitz - Weil er auf Pro-Chemnitz-Demos den Hitlergruß zeigte und einen Schlagring mit sich führte, erhielt Neonazi Danilo G. (23) eine insgesamt neunmonatige Bewährungsstrafe. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Danilo G. (23) zeigte auf einer Pro-Chemnitz-Demo den Hitlergruß. Ein anderes Mal hatte er einen Schlagring dabei.
Danilo G. (23) zeigte auf einer Pro-Chemnitz-Demo den Hitlergruß. Ein anderes Mal hatte er einen Schlagring dabei.  © Harry Härtel/Haertelpress

Danilo G. hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Auf diversen Facebook-Profilen zeigte er seine rechten Tendenzen. Er veröffentlichte Reichswehr-Symboliken, die Songtitel einer Rechtsrock-Band und stellte seinen Nationalstolz offen zur Schau.

Während der Ausschreitungen am 27. August 2018 mischte er sich unter die Demo von Pro Chemnitz und zeigte den Hitlergruß. Am 1. September war G. wieder Teil der rechten Demo. Dieses Mal hatte er einen Schlagring dabei. Als die Polizei auf ihn aufmerksam wurde, versteckte er den Schlagring in der Hosentasche eines anderen Teilnehmers.

Wegen des Verwendens von verfassungswidrigen Kennzeichen erhielt G. drei Monate auf Bewährung. Weitere sechs gab es wegen des Vergehens nach Waffengesetz. "Die Staatsanwaltschaft überlegt, dagegen Rechtsmittel einzulegen", teilte Amtsgerichts-Sprecherin Birgit Feuring (50) mit.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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