Anwältin Neuerburg steigt aus und schlägt neuen CFC-Notvorstand vor

Chemnitz - Annette Neuerburg steht für den neuen CFC-Notvorstand nicht zur Verfügung! Das teilte die Rechtsanwältin am Mittwoch in einer vierseitigen persönlichen Erklärung mit. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber es geht um die Mitglieder und um den Verein, nicht um mich", sagte Neuerburg gegenüber TAG24.

Annette Neuerburg.
Annette Neuerburg.  © Picture Point/S. Sonntag

In ihrer letzten Amtshandlung unterbreitete sie dem Amtsgericht Chemnitz einen Vorschlag für den neuen CFC-Notvorstand, bestehend aus dem ehemaligen Chemnitzer Oberstaatsanwalt Siegfried Rümmler und zwei Vertretern der Fußball-GmbH-Gesellschafter. Wer diese beiden Vertreter sind, wollte Neuerburg nicht sagen. Laut TAG24-Informationen könnte es sich bei den beiden Kandidaten um den Unternehmer Udo Pfeifer und Grit Hoffmann, Prokuristin der Niles-Simmons-Hegenscheidt Group, handeln. Beide hatten sich zuletzt für den Erhalt des CFC-Nachwuchsleistungszentrums stark gemacht.

Rümmler war in der vergangenen Woche auch von Insolvenzverwalter Klaus Siemon für den Notvorstand vorgeschlagen worden. Er beantragte beim Amtsgericht außerdem die Berufung von CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik und Romy Polster, kaufmännische Leiterin der CFC-Geschäftsstelle. Die Entscheidung über den neuen Notvorstand liegt nun beim Amtsgericht Chemnitz.

Das hatte Ende Mai den derzeitigen Notvorstand mit Neuerburg, Frank Sorge (er wechselt in den Ehrenrat) und Vereinspräsident Andreas Georgi (trat bereits zur Mitgliederversammlung von seinem Amt zurück) zeitlich befristet bis zum 31. August 2019 bestellt. „Wir drei sind angetreten, um die Mitgliederversammlung durchzuführen. Das haben wir gegen alle Widerstände geschafft“, betonte Neuerburg, die dem CFC als Mitglied weiter verbunden bleibt.

Zum Ende ihrer schriftlichen Erklärung schreibt die Juristin unter anderem: "Meine schwierige Entscheidung bedeutet keine Abkehr von unserem Verein. Ich sehe darin - sofern nicht Herrn Siemon als Insolvenzverwalter abberufen wird - derzeit die einzige Chance, den Verein zu erhalten. Die von mir aus dem Gesellschafterkreis benannten Personen haben mehrfach und öffentlich bekundet, den Verein und das Nachwuchsleistungszentrum zu erhalten. Wir alle werden sie an ihre Versprechen wie Transparenz, Erhaltung des NWLZ unter dem Dach des Vereines, erneute Durchführung einer Mitgliederversammlung erinnern."

Frank Sorge.
Frank Sorge.  © picture point/Sven Sonntag

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