Chemnitzer rief die Polizei, weil Ex seine T-Shirts nicht rausrückte

Chemnitz - Notruf wegen ein paar T-Shirts: Sechsmal rief Dennis R. (23) in der Nacht des 11. März 2018 die Polizei. Seine Forderung: Die Beamten sollten seine Sachen aus der Wohnung der Ex-Freundin holen, da er keine T-Shirts mehr habe.

Dennis R. (23) wählte wegen seiner T-Shirts sechsmal den Notruf der Polizei. Dafür musste er sich gestern vor dem Amtsgericht verantworten.
Dennis R. (23) wählte wegen seiner T-Shirts sechsmal den Notruf der Polizei. Dafür musste er sich gestern vor dem Amtsgericht verantworten.  © Haertelpress

Die Ordnungshüter hatten dafür wenig Verständnis: Wegen Missbrauchs von Notrufen musste sich Dennis R. am Donnerstag vor dem Chemnitzer Amtsgericht verantworten.

Der Angeklagte wird in Handschellen in den Gerichtssaal geführt: Er sitzt bereits wegen anderer Vergehen im Gefängnis - und im April hat er den nächsten Prozess vor sich. Einen Anwalt hat der 23-Jährige nicht dabei.

Er gesteht: "Es stimmt, dass ich da angerufen habe. Ich war ein bisschen betrunken." Auf Nachfrage des Richters kommt raus: Gemeinsam mit zwei Freunden hat Dennis R. sich drei bis vier Flaschen Schnaps geteilt. Auch Crystal soll im Spiel gewesen sein.

Seine jetzige Freundin Emy Sophy R. (19) erklärt: "Er wollte nur seine Klamotten haben. Seine Ex hat ihn nicht in die Wohnung gelassen. Da hat er die Polizei um Hilfe gebeten."

Der Richter zeigte sich gnädig: Für den Notruf-Missbrauch kommt der 23-Jährige mit 120 Tagessätzen zu je 5 Euro davon. Dennis R. will dennoch in Berufung gehen.

Der Prozess fand am Amtsgericht statt.
Der Prozess fand am Amtsgericht statt.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Haertelpress

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