Chemnitz streicht Notunterkunft für Jugendliche

Chemnitz - Eine Notschlafstelle für Jugendliche sollte im Oktober in der Dresdner Straße eröffnen. Das Vorhaben hat die Stadt Chemnitz jetzt aus Geldmangel gekippt.

Kein Geld für Notunterkunft: Die Stadt hat die Pläne für eine Schlafstelle für Jugendliche in der Dresdner Straße zu den Akten gelegt.
Kein Geld für Notunterkunft: Die Stadt hat die Pläne für eine Schlafstelle für Jugendliche in der Dresdner Straße zu den Akten gelegt.  © picture alliance/dpa

Geplant waren sechs Schlafplätze für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.

Projektverantwortlicher Paul List (33) vom Alternativen Jugendzentrum, das die Notschlafstelle "SleepIn" im Auftrag des Jugendamtes betreiben sollte: "Die Jugendlichen hätten auf freiwilliger Basis hier eine Nacht schlafen können, bevor sich Mitarbeiterinnen am nächsten Tag um weitergehende Hilfsangebote gekümmert hätten. Es gab schon Personal, Mobiliar und Räume."

Das Modellprojekt hätte laut Stadt pro Jahr rund 500.000 Euro gekostet. "In Anbetracht der derzeitigen Ausgabesituation im Bereich Hilfen zur Erziehung wurde zunächst entschieden, das Angebot ,SleepIn' nicht weiter voranzubringen", so eine Stadtsprecherin.

Gegen die Eröffnung sprach aus Sicht des Jugendamtes auch, dass es kein geeignetes Objekt gab, das mobile Jugendarbeit und "SleepIn" unter einem Dach verbindet.

Titelfoto: picture alliance/dpa

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