Tödlicher Autokauf: Angeklagter schweigt weiter

Chemnitz - Fortsetzung im Prozess um einen Totschlag nach einem missglückten Autokauf: Angeklagt ist Robert G. (32), der den Chemnitzer Familienvater Rico S. († 38) erst um mehrere Tausend Euro geprellt und dann brutal auf offenem Feld überfahren und dabei getötet haben soll (TAG24 berichtete).

Auf diesem Feld fand man frühmorgens die Leiche des Chemnitzer Familienvaters.
Auf diesem Feld fand man frühmorgens die Leiche des Chemnitzer Familienvaters.  © Harry Härtel / Härtelpress

Am 5. April 2017 wurde der Tote bei Breitenau gefunden - vom Verdächtigen fehlte jede Spur. Fahnder Andreas R. (44) war an der Suche beteiligt.

Die Ermittler fuhren das volle Programm. Einen Tag nach der Bluttat hatten sie das Auto gefunden, welches Rico S. überfahren hatte. Halter war der jetzt angeklagte Robert G., der seit dem Tattag verschwunden war.

"Wir überprüften Blitzer und Videos von Tankstellen in der Umgebung", berichtete der Beamte. Außerdem wurden Suchhunde eingesetzt, das komplette Umfeld befragt.

Acht Tage nach der Tat tauchte Robert G. dann mit einem Anwalt bei der Kripo auf und stellte sich. Andreas R.: "Als er den Haftbefehl las, zitterte er, bekam feuchte Augen. Er war aufgewühlt, als würde er alles noch einmal durchleben. Es war hoch emotional."

Robert G. schweigt bis heute. Der Prozess wird fortgesetzt, ein Urteil im Juni erwartet.

Robert G. (32) soll seinen Freund erst um Geld betrogen und ihn später brutal getötet haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Robert G. (32) soll seinen Freund erst um Geld betrogen und ihn später brutal getötet haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.  © Harry Härtel/Haertelpress

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