Im Oman festgenommen: Sächsischer Abenteurer endlich zurück

Dominique Görlitz (50) ist wieder in Deutschland, sitzt derzeit im Zug Richtung Chemnitz.
Dominique Görlitz (50) ist wieder in Deutschland, sitzt derzeit im Zug Richtung Chemnitz.  © DPA

Chemnitz/Maskat – Gute Nachricht aus Arabien: Der Staat Oman ließ den festgesetzten Chemnitzer Archäologen Dominique Görlitz (50) am Sonntag ausreisen. Derzeit fährt er im Zug Richtung Sachsen.

Es war das bisher größte Abenteuer für den Chemnitzer. Nach einem Vortrag an der Uni Maskat in Oman wurde Dominique Görlitz am 8. April auf dem Weg zum Flughafen festgenommen, durfte seitdem das Land nicht verlassen.

Ihm drohte die Ausweisung nach Ägypten und dort eine langjährige Haftstrafe.

Der Grund: Der Archäologe wird in Ägypten beschuldigt, bei einer Forschungsreise die Königskammer der Cheops-Pyramide beschädigt zu haben. Dominique Görlitz bestreitet die Vorwürfe energisch.

2014 wurde der Chemnitzer in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben, 2016 auch der internationale Haftbefehl gegen Görlitz.

Doch die Ägypter suchten weiter nach dem Forscher – und nutzten dessen Reise in den Oman zu einem Auslieferungsgesuch.

Zum Glück für den Chemnitzer lieferte der Oman ihn nicht aus. Aber Görlitz musste fünf Wochen in der Wüste ausharren, bis die Diplomaten seine Ausreise ausgehandelt hatten.

Am Sonntag nun erhielt der Chemnitzer seinen Pass zurück. Sofort bestieg er ein Flugzeug Richtung Europa. Am Morgen um 7.30 Uhr landete Dominique Görlitz auf dem Frankfurter Flughafen.

Derzeit sitzt er im Zug Richtung Chemnitz. Und ist überglücklich über das gute Ende seines Abenteuers.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0