Mord beim Maskenball und die Gäste sind begeistert

Maraike Schröter als Amelia muss sich eingestehen, dass sie Gustavo liebt.
Maraike Schröter als Amelia muss sich eingestehen, dass sie Gustavo liebt.  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof

Chemnitz - Große Gefühle, Verschwörung und Tragik: Guiseppe Verdis "Ein Maskenball" bietet alles für einen großen Opernabend. Am Samstag feierte das Stück in Chemnitz eine umjubelte Premiere.

König Gustavo ist unsterblich in Amelia, die Frau seines Sekretärs verliebt und bemerkt dadurch nicht, dass um ihn herum eine Verschwörung im Gange ist. Eine Wahrsagerin warnt ihn noch, doch Gustavo sieht die Gefahr nicht auf sich zukommen.

Ho-Yoon Chung spielt Gustavo lebensfroh und unbekümmert, der die Machenschaften um sich herum nicht wahrhaben will. Maraike Schröter ist eine stimmgewaltige und alles überstrahlende Amelia. Silvia Micu sorgt als Oscar für viel Heiterkeit und bringt eine gewisse Leichtigkeit in das Stück. Komplettiert wird die Inszenierung von einer großartigen Leistung des Chors.

Die musikalische Leitung hat Guillermo Garcia Calvo inne, der die Philharmonie zu Höchstform bringt.

Passend zum düsteren Thema der Oper sind Bühne (Hans Dieter Schaal) und Kostüme (Marie-Luise Strand) überwiegend dunkel gehalten, nur wenige Farbtupfer hellen die Szenerie auf.

Die knapp dreistündige Inszenierung von Arila Siegert ist kurzweilig und hat trotz der Thematik zahlreiche heitere Momente. Das Publikum war begeistert und dankte es mit einem dutzend Vorhängen und vereinzelten Standig Ovations.

Die nächste Aufführung im Opernhaus (Theaterplatz 2) ist am 8. Dezember um 19 Uhr. Karten gibt es ab 14 Euro.

Die Wahrsagerin Ulrica (Alexandra Ionis) prophezeit Gustavos tot.
Die Wahrsagerin Ulrica (Alexandra Ionis) prophezeit Gustavos tot.  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof
König Gustavo (Ho-Yoon Chung) ist von Verschwörern umringt.
König Gustavo (Ho-Yoon Chung) ist von Verschwörern umringt.  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0