Total-Crash bei der "Zauberflöte"? Im Gegenteil!

Chemnitz - Eine der am häufigsten inszenierten Opern der Welt ist zurück in Chemnitz: Am Samstag feierte Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" am Opernhaus Premiere.

Fürst Sarastro (Magnus Piontek) im Tempel der Weisheit.
Fürst Sarastro (Magnus Piontek) im Tempel der Weisheit.  © Theater Chemnitz/Nasser Hashemi

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) schrieb die Oper 1791. Sie wurde nur wenige Monate vor seinem Tod im Theater im Freihaus auf der Wieden in Wien uraufgeführt. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder. "Die Zauberflöte" gehört zur Wiener Klassik, vereinigt aber verschiedene Musik- und Theaterstile, wie die Opera Seria oder die Opera buffa.

Der Inhalt der Oper dürfte wohl jedem Theaterliebhaber bekannt sein: Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt deren Tochter, die schöne Pamina, zu retten, die von Fürst Sarastro entführt wurde. Der Vogelfänger Papageno soll Tamino helfen. Bis es für die beiden ein Happy End gibt, müssen sie noch einige Abenteuer bestehen.

Regisseur Michael Schilhan gelingt der schmale Grat einer modernen Inszenierung mit traditionellen Elementen. So hatte Tamino bei seinem ersten Auftritt gerade einen Autounfall und begegnet dadurch drei Damen der Königin der Nacht, die ihm das Bildnis von Pamina zeigen und ihm die Zauberflöte geben. Auch das Bühnenbild zeigt sich in zeitgenössischer Optik, dazu gibt es fantasievolle Kostüme (Bühne/Kostüme: Alexia Redl).

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Das Ensemble ist großartig besetzt, allen voran Siyabonga Maqungo als Tamino, Andreas Beinhauer als Papageno, Guibee Yang als Pamina und Magnus Piontek als Sarastro. Des weiteren begeisterten Katharina Boschmann (Papagena), Vanessa Waldhart (Königin der Nacht) und Tommaso Randazzo (Monostatos) das Premierenpublikum.

Die musikalische Leitung bei der rund dreistündigen Oper hatte Jakob Brenner inne. Er erweckte zusammen mit der Robert-Schumann-Philharmonie und den Sängern die wunderbare Musik Mozarts und bekannte Melodien wie die Arie der Königin der Nacht "Der Hölle Rache kocht in meinem Herz", "Dies Bildnis ist bezaubernd schön", "In diesen heil’gen Hallen kennt man die Rache nicht" oder "Der Vogelfänger bin ich ja" zum Leben.

Beim Publikum kam "Die Zauberflöte" in modernem Gewand gut an: Darsteller und Team wurden bei einem langen Schlussapplaus gefeiert.

Die nächste Aufführung ist am 8. Februar um 19 Uhr. Karten gibt es ab 14 Euro.

Der Vogelfänger Papageno (hier dargestellt von Till von Orlowsky) mit den drei Damen der Königin der Nacht.
Der Vogelfänger Papageno (hier dargestellt von Till von Orlowsky) mit den drei Damen der Königin der Nacht.  © Theater Chemnitz/Nasser Hashemi
Prinz Tamino (Siyabonga Manqungo) mit der Zauberflöte.
Prinz Tamino (Siyabonga Manqungo) mit der Zauberflöte.  © Theater Chemnitz/Nasser Hashemi

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