Kostenexplosion bei Parkeisenbahn: Sanierung des Bahnhofsgebäudes muss warten

Chemnitz - Die Stadt Chemnitz muss den Bahnhofsgebäude-Umbau der Parkeisenbahn zum zweiten Mal aufs lange Gleis schieben.

Derzeit auf dem Abstellgleis: Der Bahnhof-Umbau der Parkeisenbahn wird teurer und zögert sich hinaus.
Derzeit auf dem Abstellgleis: Der Bahnhof-Umbau der Parkeisenbahn wird teurer und zögert sich hinaus.  © Maik Börner

Grund dafür ist eine Kostenexplosion. Die liegen jetzt laut Radio Chemnitz bei mehr als 950.000 Euro. Geplant waren 650.000 Euro.

Die gestiegenen Kosten sind auf ein "Fortschreiten der Leistungsphasen von der Kostenschätzung bis zur Ausführungsplanung" und höhere allgemeine Baukosten zurück zu führen, heißt es aus dem Rathaus.

Um die Finanzierungslücke zu schließen, bittet die Stadt das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr um Aufstockung von 232.500 Euro. Der städtische Eigenanteil liegt damit bei ungefähr 310.000 Euro. Der Anteil der Parkeisenbahn beträgt 20.000 Euro. Erst wenn das Landesamt das Geld bewilligt, kann ein neuer Bautermin genannt werden. Schon in der Rahmenkonzeption für den Küchwaldpark im November 2018 wurde der Umbau beschlossen.

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Das Bahnhofsgebäude sollte ab Oktober 2019 um 65 Quadratmeter erweitert werden, ein Stahlbeton-Dach, neue Innenwände sowie Umkleide- und Sozialräume bekommen. Damals wurde der Baubeginn auf das Frühjahr 2020 vertagt. Auch dieser Termin platzte.

Der Fahrbetrieb ist aber nicht gefährdet: Ab 27. März werden die Lok-Räder wieder auf den Schienen rollen, die Fahrkarten werden im alten Gebäude verkauft.

Schöner neuer Bahnhof: Etwa so soll laut Projektdarstellung in Zukunft das Bahnhofsgebäude der Parkbahn aussehen.
Schöner neuer Bahnhof: Etwa so soll laut Projektdarstellung in Zukunft das Bahnhofsgebäude der Parkbahn aussehen.  © Maik Börner

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