Paypal sperrt Konto von Pro Chemnitz

Chemnitz - Der Online-Bezahldienst Paypal dreht der Bürgerbewegung Pro Chemnitz den Geldhahn ab: Das Konto des rechtsextemen Bündnisses wurde offenbar gesperrt.

Pro Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (41).
Pro Chemnitz-Chef Martin Kohlmann (41).  © Sebastian Kahnert/dpa

Damit reagierte Paypal auf den öffentlichen Druck durch eine Online-Petition. Die Gruppe "SumOfUs" hatte im Sommer dazu aufgerufen den Internet-Bezahldienst zu überzeugen, das Konto zu schließen (TAG24 berichtete).

Als Begründung schrieb "SumOfUs": "Auch Neonazis sind auf Finanzierung angewiesen. Pro Chemnitz sammelt ungestört Spenden über PayPal, obwohl das gegen die eigenen Richtlinien des Unternehmens verstößt - keine Aktivitäten zu unterstützen, die Hass, Gewalt und Rassismus fördern."

Die Initiatoren machen die Rechten verantwortlich "für Hetzjagden auf Geflüchtete und Angriffe auf jüdische Restaurants". Mitglieder seien bekennende Neonazis. Pro Chemnitz wird seit Ende 2018 vom Verfassungsschutz beobachtet.

Wer auf die Spendenseite von Pro Chemnitz geht, erhält derzeit die Fehlermeldung: "Der Empfänger ist gerade nicht in der Lage, Geld zu erhalten."

Mehr als 100.000 Menschen unterzeichneten die Petition und übten so Druck auf den Bezahldienst aus. Paypal selbst äußert sich bislang nicht, sondern verwies auf die Datenschutzregeln am Unternehmenssitz in Luxemburg, berichtete zeit.de.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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