Bauarbeiter finden illegalen Industriemüll in geheimen Kellern

Auf dem "Aktivist"-Gelände sollen nach dem Abriss Grünflächen entstehen.
Auf dem "Aktivist"-Gelände sollen nach dem Abriss Grünflächen entstehen.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Zwickau - Die Stadt muss noch mehr Geld für den Abriss des „Aktivist“ in Planitz lockermachen. Denn die Bauarbeiter fanden auf dem Gelände der ehemaligen Strickwarenfabrik bislang unbekannte Keller voller Industriemüll.

Dieser ist dort offenbar illegal vergraben worden. „Deshalb ist eine komplette Überarbeitung der Kosten erfolgt“, erklärt OB Pia Findeiß (61, SPD).

„Das zur Verfügung stehende Budget würde sonst bereits im Juli erschöpft sein.“

Denn die Beseitigung geht richtig ins Geld: 700.000 Euro müssen dem 1,3 Millionen Euro teuren Abriss-Projekt zusätzlich zugeschossen werden.

Die Kosten fördert der Freistaat zu 90 Prozent. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst dauern. Dann sollen auf dem 34.000 Quadratmeter großen Gelände Grünflächen entstehen.

Die Mikado-Strickwarenfabrik produzierte nach der Wende Baby- und Kindermode. Das Unternehmen gab’s seit 1910, hieß damals „Junghans und Rößel“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zwangsenteignet, fusionierte die Firma mit anderen zum VEB Aktivist, produzierte Bademoden und Trikotagen.

Pia Findeiß (61, SPD).
Pia Findeiß (61, SPD).  © dpa/Arno Burgi
Bauarbeiter fanden in den versteckten Kellern der Fabrik jede Menge verscharrten Industriemüll
Bauarbeiter fanden in den versteckten Kellern der Fabrik jede Menge verscharrten Industriemüll  © Pro Picture/Ralph Köhler

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0