Pokemon-Flashmob am Nischel

Chris Lässig (27) ist Initiator des Pokewalk.
Chris Lässig (27) ist Initiator des Pokewalk.

Von Isabel Sophie Möller

Chemnitz - Was machen die vielen Leute denn da? Unter dem gestrengen Blick von Karl Marx trafen sich Donnerstagnacht etwa 300 spielwütige Chemnitzer, um zusammen auf die Jagd nach Pokemons zu gehen.

„Die Idee zum Pokémon Go Nightwalk kam mir ganz spontan“, sagt Initiator Chris Lässig (27), „ich gründete eine Facebook-Gruppe für Freunde, aber statt 20 wollten am Ende über 300 Leute teilnehmen.“

In der Nacht auf Freitag, 23.30 Uhr, trafen sich begeisterte Gamer, ob jung oder alt, zu Chemnitz‘ erstem Pokéwalk. „Unser jüngste Teilnehmer war erst zehn Jahre alt, der älteste 46“, so Lässig. Zusammen zogen sie los, um sich auf die Suche nach virtuellen Monstern zu machen.

Anhand einer Karte auf dem Smartphone kann man sehen, wo sich die kleinen Pokémons verstecken. Diese müssen dann mit Bällen abgeschossen und gefangen werden.

Rund 300 Teilnehmer waren beim Pokemon-Flashmob dabei.
Rund 300 Teilnehmer waren beim Pokemon-Flashmob dabei.

Vom Karl-Marx-Monument ging es in rund zwei Stunden zur Schlossteichinsel und über den Brühl zurück zur Brückenstraße.

„Die Stimmung war einfach überwältigend“, freut sich der 27-Jährige. Den Hype um die App kann sich Chris Lässig leicht erklären: „Viele sind mit Pokémon aufgewachsen, kennen noch die Serie oder die Gameboyspiele. Heute muss man für Pokémon nicht mehr drinnen hocken, sondern kann die Welt selbst beschreiten.“

„Trotz der großen Menschenmenge lief alles sehr friedlich ab. Wir sahen keine Notwendigkeit einzugreifen“, so Jana Kindt, Pressesprecherin der Polizeidirketion Chemnitz.

Fotos: Steve Conrad


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