Schwerer Raubüberfall: 100 Schmuckstücke weg

Kaputte Vitrinen und Schränke: Die Einbrecher haben ein Scherbenmeer hinterlassen.
Kaputte Vitrinen und Schränke: Die Einbrecher haben ein Scherbenmeer hinterlassen.

Chemnitz – Scherben bringen Glück. So viele Scherben machen unglücklich. Fünf Einbrecher verwüsteten den Juwelier „Schmuckstück“ in der Inneren Klosterstraße. Sie verwandelten die Vitrinen des Spezialisten für Uhren, Schmuck und Kristalle von Swarovski in ein Scherbenmeer. Außerdem stahlen sie mehr als 100 Schmuckstücke.

Eine Videokamera im Laden hielt das Desaster minutiös fest. Um 1.20 Uhr in der Nacht rückte das Ganoven-Quintett an, hebelte die Eingangstür auf. Die folgenden Kamerabilder lassen der Inhaberin Susann Bosecker (39) noch zwei Tage später den Atem stocken.

„Ein Mann hatte eine Brechstange und schlug wie wild auf die Glasvitrinen ein. Seine vier Kumpane rafften in großer Eile Schmuck in mitgebrachte Lidl-Tüten.

Ein Bild, das der Geschäftsfrau die Tränen in die Augen treibt: „Die Täter stopften wertvolle Svarovski-Kristallfiguren mit Uhren und Colliers in Plastetüten. Solche Vollpfosten – das geht doch kaputt!“

Die Diebe erbeuteten mehr als 100 Einzelteile, zahlreiche andere Stücke gingen zu Bruch.
Die Diebe erbeuteten mehr als 100 Einzelteile, zahlreiche andere Stücke gingen zu Bruch.

Die Einbrecher stahlen oder zerstörten weit mehr als 100 Einzelteile. Dafür brauchten sie laut Kamera nur eine Minute und 46 Sekunden. Der Sachschaden geht in die Zehntausende Euro.

Am Tag nach dem Einbruch putzte, kehrte und reparierte die vierköpfige „Schmuckstück“-Mannschaft den verwüsteten Laden. Denn: Ende nächster Woche feiert das „Schmuckstück“ seinen 4. Ladengeburtstag. Bis dahin soll und wird wieder alles funkeln und strahlen.

Susann Bosecker ist stinksauer: „Die Vorbereitungen für das Firmenjubiläum hatten wir uns anders vorgestellt.“

Sauer ist sie auch auf Anwohner: „Diejenigen, die sich sonst über jeden Festlärm in der Innenstadt mokieren, haben sich nach dem lauten Einbruch noch nicht gemeldet. Ich hoffe, dass sich bald einige Zeugen finden.“

Fotos: Susann Bosecker/ Schmuckstück


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