Kriminalitätsstatistik 2018: Chemnitzer Polizei zieht (fast) positive Bilanz

Chemnitz - Chemnitz wird immer sicherer! Wie aus der aktuellen Kriminalstatistik der Polizeidirektion Chemnitz hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr so wenige Straftaten wie zuletzt 2011.

Sie ist Chemnitz' neue Polizeipräsidentin - Sonja Penzel (48) zur steigenden Zahl der Wohnungseinbrüche: "Hier sind immer wieder überregional agierende Tätergruppen unterwegs."
Sie ist Chemnitz' neue Polizeipräsidentin - Sonja Penzel (48) zur steigenden Zahl der Wohnungseinbrüche: "Hier sind immer wieder überregional agierende Tätergruppen unterwegs."  © DPA

Im Vorjahr wurden 23.744 Straftaten registriert, 2017 waren es noch 25.452 (minus 6,7 Prozent). Aber: Rauschgift und Einbrüche bereiten den Beamten Sorgen.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg um fast 70 Prozent.

"Diese deutlichen Anstiege wirken sich negativ auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus", so Polizeipräsidentin Sonja Penzel (48).

In Sachen Aufklärung konnte die Polizei ihre Quote in Chemnitz etwas verbessern: von 56,9 auf 58 Prozent.

Das sind die wichtigsten Punkte:

Diebstähle: Wohnungseinbrüche rapide gestiegen

Insgesamt gab es im Stadtgebiet weniger Diebstähle (minus 12 Prozent). Dramatisch stieg jedoch die Zahl der Wohnungseinbrüche: 542 Fälle sind fast 70 Prozent mehr als 2017. Die Spitzenplätze teilen sich Kaßberg und Sonnenberg (je 55 Fälle). Besonders sicher lebt es sich in Euba und Kleinobersdorf-Altenhain (je 4 Fälle). Keller hatten Diebe seltener im Visier: 2018 wurde in sie 751-mal weniger eingebrochen.

© 123RF

Rauschgift-Delikte: Cannabis boomt

Drogen bleiben ein großes Problem: 2018 (1115 Fälle) gab es ein Drittel mehr Delikte als 2017. Rückläufig waren die Verstöße mit Crystal. Dafür gab es 231 Fälle mehr, die Konsum und Handel von Cannabis betrafen.

© Polizei

Mehr Graffiti im Stadtgebiet

Graffiti-Sprayer trieben vergangenes Jahr öfter ihr Unwesen. Die Straftaten stiegen von 753 auf 816 Fälle - ein Plus von mehr als 8 Prozent.

Weniger Gewalt-Straftaten

Positives im Bereich Gewaltkriminalität: 717 Fälle wurden registriert (minus 7,5 Prozent). Den größten Anteil nahmen Körperverletzungen ein (510 Fälle). Brandherde bleiben Zentrum (273 Fälle) und Sonnenberg (101 Fälle). Gewaltfrei (null Fälle!) blieben Erfenschlag, Euba, Klaffenbach und Reichenhain.

© Uwe Meinhold

Straßenkriminalität in Chemnitz konstant hoch

Hier gibt es kaum Veränderungen. 3542 Fälle wurden registriert (minus 0,8 Prozent). Das Gros an Tatbeständen fiel auf Sachbeschädigungen (872 Fälle) bzw. Diebstähle in und aus Fahrzeugen (660 Fälle).

© Harry Härtel/Haertelpress

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