Weil Kuh brutal leiden musste: Prozess gegen Viehtransport-Fahrer

Chemnitz - War das Geld wichtiger als das Leben eines Tieres? Weil eine kranke Kuh per Sammel- statt Einzeltransport zum Schlachter gebracht wurde, musste sie Höllenqualen durchleiden. Der Fahrer will den schlechten Zustand der Kuh nicht erkannt haben.

Laster-Fahrer Lars P. (50) muss 3600 Euro Geldstrafe zahlen.
Laster-Fahrer Lars P. (50) muss 3600 Euro Geldstrafe zahlen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Die Anklage vor dem Landgericht Chemnitz lautete auf Vergehen nach dem Tierschutzgesetz.

Im Fokus stand Brummi-Fahrer Lars P. (50). Er sollte die Kuh von Mittelsachsen nach Bayern transportieren. Die Kuh litt an einem Bruch des Hüfthöckers. Ihm wurde ein Attest vom Tierarzt ausgehändigt. "Das Tier sollte nicht so weit fahren und im Transporter isoliert werden", so die Tierärztin. Nichts davon wurde umgesetzt.

Lars P. hatte seine "Ladung" nicht kontrolliert und die Hinweise ignoriert. Im Sammeltransport (30 Kühe) kam die Kuh völlig erschöpft und mit inneren Blutungen an.

Noch im Laster musste sie notgeschlachtet werden. Urteil: 3600 Euro Geldstrafe.

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