1,5 Mio. Euro für Sanierung da: So geht es weiter am Rabensteiner Viadukt

Chemnitz - Finanzspritze für das denkmalgeschützte Viadukt in Rabenstein: Der Freistaat übergab gestern einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro für den Erhalt und die Sanierung der früheren Eisenbahnbrücke. Das Geld stammt aus ehemaligem DDR-Parteivermögen.

Für die Sanierung der Brücke werden insgesamt 1,9 Millionen Euro benötigt.
Für die Sanierung der Brücke werden insgesamt 1,9 Millionen Euro benötigt.  © Sven Gleisberg

Die Stahltragwerke, das östliche Widerlager und der Pfeilersockel sollen saniert werden.

Hinzu kommen ein neues Geländer, Entwässerung und Beleuchtung. Geplant ist, die 23 Meter hohe und 150 Meter lange Brücke bei Dunkelheit mit LED-Scheinwerfern anzustrahlen. Zusätzlich wird der Belag des Wanderwegs auf dem Viadukt neu hergestellt. Dadurch entstehen bessere Bedingungen für Radfahrer.

"Wir rechnen mit Kosten von insgesamt 1,9 Millionen Euro", sagt Baubürgermeister Michael Stötzer (46, Grüne). Der Stadtrat entscheidet im Dezember über die fehlenden 400 000 Euro. Mit der Sanierung soll es im Juni nächsten Jahres losgehen. "Wir gehen aktuell von einer Bauzeit von anderthalb Jahren aus." Die Maßnahme würde damit 2022 zum 125-jährigen Jubiläum der 1897 errichteten Brücke abgeschlossen sein.

Jutta Trobisch (75) hatte sich in der Unabhängigen Bürgerinitiative Rabenstein für den Erhalt und die Sanierung des Viaduktes eingesetzt und freut sich über die Zuwendung des Freistaats: "Das ist wie Weihnachten. Mit dem neuen Radweg haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen."

Das Eisenbahnviadukt zählt zu den ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands. Bis jetzt fanden keine Instandhaltungsmaßnahmen statt. Lediglich das Widerlager West ist vor gut neun Jahren saniert worden.

Das Eisenbahnviadukt Rabenstein wurde 1897 gebaut.
Das Eisenbahnviadukt Rabenstein wurde 1897 gebaut.  © Christof Heyden
Dieter Füsslein (79, FDP, v.l.), Michael Stötzer (46, Grüne) und Peter Patt (56, CDU) blicken gemeinsam mit Jutta Trobisch (75) und Gottfried Reuther (80) von der Unabhängigen Bürgerinitiative Rabenstein auf den Fördermittelbescheid.
Dieter Füsslein (79, FDP, v.l.), Michael Stötzer (46, Grüne) und Peter Patt (56, CDU) blicken gemeinsam mit Jutta Trobisch (75) und Gottfried Reuther (80) von der Unabhängigen Bürgerinitiative Rabenstein auf den Fördermittelbescheid.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg

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