Chemnitz: Küchwald-Radweg wird gebaut, aber nicht alle sind glücklich

Chemnitz - Der Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Wüstenbrand und Küchwald brauchte einen langen Anlauf. Jetzt kommt er endlich in Fahrt.

Ortsvorsteher Lutz Neubert (49) ist überrascht, dass der Radwegbau nicht in Grüna beginnt.
Ortsvorsteher Lutz Neubert (49) ist überrascht, dass der Radwegbau nicht in Grüna beginnt.  © Uwe Meinhold

Der Grundstückskauf von der Deutschen Bahn ist abgeschlossen, die Vorplanungen auch. Jetzt werden die ersten alten Gleise demontiert. Der geplante Baubeginn sorgt allerdings schon jetzt für neuen Ärger.

Rund 13 Kilometer verläuft die Trasse von Wüstenbrand über Grüna und Rabenstein bis nach Altendorf. Der Rückbau der Gleisanlagen soll nach Auskunft der Stadt im Frühjahr abgeschlossen sein.

Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU): "Der Stadtratsbeschluss dazu war schon vor vier Jahren. Es wird Zeit, dass er endlich umgesetzt wird. Die Anwohner im Westen der Stadt freuen sich darauf. Ich hoffe, dass jetzt auch Bürger und Gastronomen bei der weiteren Planung mit einbezogen werden."

Beim Ortschaftsrat in Grüna ist bereits Ernüchterung eingetreten. Ortsvorsteher Lutz Neubert (49): "Wir waren sehr überrascht, als das Tiefbauamt bei einem Ortstermin mitteilte, dass der Radweg nicht von Wüstenbrand aus weitergebaut wird, sondern dass es im Küchwald losgehen soll."

Tatsächlich plant die Stadt, 2021 mit dem 4. Bauabschnitt Kalkstraße bis Rudolf-Krahl-Straße zu starten. "Abhängig ist die zeitliche Umsetzung auch von der Bereitstellung von Fördermitteln", teilte Baubürgermeister Michael Stötzer (47, Grüne) mit.

In Altendorf sind an der künftigen Radwegstrecke bereits die ersten Gleise demontiert.
In Altendorf sind an der künftigen Radwegstrecke bereits die ersten Gleise demontiert.  © Ralph Kunz

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