Hier baut die Stadt einen Radweg auf Gleisen

Bahn-Brücke ohne Verkehr am Forsthaus Grüna: Chemnitz will auf der ehemaligen Bahnstrecke vom Küchwald nach Wüstenbrand einen Radweg bauen.
Bahn-Brücke ohne Verkehr am Forsthaus Grüna: Chemnitz will auf der ehemaligen Bahnstrecke vom Küchwald nach Wüstenbrand einen Radweg bauen.  © Peter Zschage

Chemnitz - Drahtesel statt Dampfross: Der Radweg entlang des Küchwaldes kommt ins Rollen. 13 Jahre nach dem letzten Zug auf der Bahnstrecke sind Deutsche Bahn und Rathaus handelseinig.

"Der Kaufvertrag zwischen der Stadt und Deutscher Bahn steht kurz vor der Unterzeichnung", so Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (61). Damit wird der Traum eines Radwegs auf der ehemaligen Bahnstrecke vom Küchwald nach Wüstenbrand Realität.

1997 rollten noch ein paar Kohlezüge zum Heizkraftwerk Nord. 2004 wurde die Strecke stillgelegt. Seitdem eroberten Radfahrer, Spaziergänger und Skilangläufer die Strecke. Bereits 2010 wollte die Stadt die rund 400 000 Quadratmeter großen Anlagen kaufen, die Gleise demontieren und auf dem Bahndamm einen Rad- und Gehweg bauen. Doch gut Ding will Weile haben.

Der Radweg entlang des Küchwaldes soll bis zum Anschluss an den Chemnitztalradweg an Schlossteich und Schönherrpark erweitert werden. "So kann eine alltagstaugliche, attraktive Verbindung realisiert werden", heißt es in einer Vorlage von Baudezernent Michael Stötzer (44, Grüne).

Wann der Startschuss für den Radweg fällt, ist offen. Die Stadt will dafür das neue Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" des Landes Sachsen anzapfen.

Die Gleise liegen noch, auch wenn seit 13 Jahren keine Züge mehr fahren. Aus der ehemaligen Bahnstrecke soll ein Radweg werden.
Die Gleise liegen noch, auch wenn seit 13 Jahren keine Züge mehr fahren. Aus der ehemaligen Bahnstrecke soll ein Radweg werden.  © Peter Zschage
Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (61).
Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (61).  © Maik Börner

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