Hier zittern Senioren vor den Radel-Räubern

Ältere gelten bei Kriminellen als leichte Opfer, wenn es um Handtaschenraub geht.
Ältere gelten bei Kriminellen als leichte Opfer, wenn es um Handtaschenraub geht.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Der Chemnitzer Kaßberg gilt als ruhiges, sicheres und beschauliches Wohngebiet. Doch seit Tagen geht unter den älteren Bewohnern die Angst um - ein dreister Radel-Räuber hat es auf die Handtaschen der Rentner abgesehen.

Freitagnachmittag gegen 16.45 Uhr begann der Unbekannte an der Kanzlerstraße seinen bisher größten Raubzug. Hier näherte er sich auf seinem Fahrrad einer 67-Jährigen, riss ihr in Höhe Weststraße die Tasche von der Schulter.

Weiter ging’s gegen 18 Uhr: An der Barbarossastraße 70 attackierte er eine Frau (67) auf die gleiche Weise, erbeutete ihre Handtasche.

Minuten später schlug der Kriminelle zum dritten Mal zu: An der Henriettenstraße 36 wurde eine 80-Jährige das Opfer des Räubers. Der verschwand auf seinem Rad in der Walter-Oertel-Straße. Beute: Bargeld, Dokumente.

Zeugen beschreiben den Täter als 1,75 Meter groß, dunkle Kleidung, schwarzes Fahrrad, Anfang bis Mitte 20 Jahre alt. Unter den Rentnern geht die Angst um.

Ursula Hofmann (77): „Ich presse meine Tasche noch fester an den Körper. Es wird immer gefährlicher, auf dem Andréplatz sieht man oft Drogenabhängige.“

Die Polizei sucht unter Telefon 0371/387-3445 Zeugen der drei Überfälle.

Foto: Volkmar Schulz/Symbobild


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