Knöllchen-Bilanz: So viel muss jeder Chemnitzer an Bußgeldern zahlen

Stadtrat Andreas Schmalfuss (50, F.l.) will die Planungs-Summe nach unten korrigieren, Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, F.r.) rechnet aber wieder mit 6,3 Millionen Euro.
Stadtrat Andreas Schmalfuss (50, F.l.) will die Planungs-Summe nach unten korrigieren, Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, F.r.) rechnet aber wieder mit 6,3 Millionen Euro.  © Klaus Jedlicka, Christian Suhrbier

Chemnitz - Mit rund 40 Euro hat jeder Chemnitzer Autofahrer rein rechnerisch voriges Jahr das Stadtsäckel gefüllt: Rund sechs Millionen Euro spülten Park-Knöllchen und Blitzer-Bußgelder in die Stadtkasse.

Das ist weniger als gedacht. Mitte 2016 hatte die Stadt neue Rekordeinnahmen von 6,4 Millionen Euro angepeilt.

Obwohl keine neuen Blitzer angeschafft werden sollen, plant die Verwaltung beim aktuellen Haushaltsentwurf für 2017 dennoch mit 6,3 Millionen Euro Einnahmen. Das teilte Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56, parteilos) jetzt auf eine Anfrage von Andras Schmalfuß (50, parteilos) mit.

Für Stadtrat Schmalfuß ein Unding: "Wenn im Vorjahr nicht so viel eingenommen wurde, muss auch die Planungs-Summe nach unten korrigiert werden."

Eine Möglichkeit, mehr (Knöllchen-)Geld einzunehmen, erschließt sich die Stadt gerade mit dem neuen Parkraumkonzept. Schmalfuß: "Hier wird klar, dass die Stadt einfach nur Geldquellen für ihre Prestigeobjekte benötigt."

Gegenwärtig verfügt die Stadt über sechs mobile und neun fest installierte Blitzgeräte. Mit dem neuen Parkraumkonzept sollen Gratis-Parkplätze in der Innenstadt ganz abgeschafft werden.

Die Stadt Chemnitz hat 2016 rund 6 Millionen Euro mit Bußgeldern eingenommen.
Die Stadt Chemnitz hat 2016 rund 6 Millionen Euro mit Bußgeldern eingenommen.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner


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