Rechte Demos in Chemnitz: Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht

Dresden/Chemnitz - Neun Monate nach den rechtsgerichteten Demonstrationen und Übergriffen in Chemnitz im August 2018 sind zwei weitere Männer ins Visier der Justiz geraten.

Ende August 2018 war es rechtsgerichteten Demonstrationen in Chemnitz gekommen.
Ende August 2018 war es rechtsgerichteten Demonstrationen in Chemnitz gekommen.  © Sven Gleisberg

Am Dienstag wurden in Chemnitz und Meerane nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) die Wohnräume von zwei Tatverdächtigen durchsucht. Die Männer stehen im Verdacht, am 26. August auf dem Johannisplatz in Chemnitz an gewaltsamen Ausschreitungen maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden 39 und 43 Jahre alten Männer wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der gefährlichen Körperverletzung.

In den Wohnungen der Männer wurden unter anderem Mobiltelefone, ein Schlagring und IT-Technik sichergestellt. Die Beweisstücke werden nun ausgewertet.

"Wir bleiben an den Straftaten dran, auch wenn schon geraume Zeit vergangen ist", sagte eine LKA-Sprecherin.

Auslöser für die Demonstrationen, fremdenfeindlichen Übergriffe sowie Anschläge auf ausländische Restaurants war eine tödliche Messerattacke auf den 35 Jahre alten Daniel H. in Chemnitz.

Wie das LKA am Dienstag auf Anfrage mitteilte, gab es im Zusammenhang mit den Demonstrationen bisher mehr als 200 Verfahren, die teilweise bereits abgeschlossen sind.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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