Regensommer lässt Pilze aus dem Boden schießen

Bunte Ausbeute eines Spaziergangs im Zeisigwald: Peter Welt (57) schnuppert am Hexenröhrling.
Bunte Ausbeute eines Spaziergangs im Zeisigwald: Peter Welt (57) schnuppert am Hexenröhrling.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Der Wechsel von ergiebigem Regen zu hochsommerlicher Wärme lässt die Pilze sprießen. In Wäldern und auf Wiesen werden Sammler fündig. Selbst auf dem Grünstreifen der vierspurigen Neefestraße ploppen dutzendweise Wiesenchampignons aus dem Boden.

Hochsaison für Pilzberater Peter Welt (57). Er hilft Sammlern beim Bestimmen - und trennt die Ausbeute nach Genuss und Verdruss. "Zurzeit wachsen reichlich Perl-, Stein- und Hexenpilze", sagt der Experte - und warnt gleichzeitig vor Verwechslungen, die unerfahrenen Pilzsammlern immer wieder passieren.

Peter Welt: "Der Perlpilz hat einen rötlichen Schimmer. Wer darauf achtet, kann ihn nicht mit dem giftigen Pantherpilz verwechseln." Ungenießbare Gallenröhrlinge werden häufig für Steinpilze gehalten. "Die leicht rosafarbenen Röhren des Futters verraten diesen Bitterling", so der Kenner.

Hexenröhrlinge sind trotz ihres Namens ein kulinarischer Leckerbissen. Welt: "Sie haben dunkles Futter, im Gegensatz zum ähnlichen, aber giftigen Schönfußröhrling, der am gelben Röhrenboden zu erkennen ist."

Wer Pilzfunde bestimmen lassen möchte, kann einen der drei Chemnitzer Pilzberater um Rat fragen. Kontakt unter: www.pilzfreunde-chemnitz.de

Peter Welt hat heute von 16 bis 18 Uhr Sprechstunde. Anmeldung unter 0151/537 57 537.

Titelfoto: Sven Gleisberg


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