Über 300 Fälle: Chemnitzer Reifenstecher droht jahrelange Haft

Chemnitz - Diese Mega-Serie versetzte ganz Chemnitz in Angst und Schrecken! Ein Reifenstecher (58) ließ bei Hunderten Autoreifen die Luft ab.

Eine Überwachungskamera filmte den Reifenstecher. Mit diesem Bild (r) fahndete die Polizei nach dem Täter.
Eine Überwachungskamera filmte den Reifenstecher. Mit diesem Bild (r) fahndete die Polizei nach dem Täter.  © Maik Börner/Polizei Sachsen

Im Juli 2018 ging er Ermittlern ins Netz. Nun hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz Anklage wegen Sachbeschädigung erhoben.

Der Ungar muss sich für 309 Fälle verantworten. Gesamtschaden: 40.000 Euro. Wegen der Vielzahl an Taten zog sich die Anklage gut anderthalb Jahre hin.

Diese sei nun aber nahezu wasserdicht, sagt Ingrid Burghart (55), Sprecherin der Staatsanwaltschaft: "Es wurden Gutachten erstellt. Darin wurden Spuren von Reifen und Tatwerkzeugen verglichen. So konnten die Taten nachgewiesen werden." Bei 63 weiteren Fällen wurden die Ermittlungen eingestellt. Fünf Fälle hätte der Ungar selbst gestanden.

Wann der Prozess am Landgericht (zuständig ab einer Straferwartung von vier Jahren Freiheitsstrafe) in Chemnitz verhandelt wird, steht noch nicht fest.

Zwischen Mai 2016 und Juli 2018 war der Tatverdächtige aktiv, zerstach unter anderem Autoreifen auf dem Sonnen- und Kaßberg. Vor dem Chemnitz-Center filmte ihn eine Überwachungskamera.

Die Polizei fahndete damals öffentlich nach dem Mann.

Titelfoto: Maik Börner/Polizei Sachsen

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