Mit Rohrbombe bei Merkel-Besuch erwischt, jetzt fiel das Urteil

Chemnitz - Mit einer Rohrbombe im Gepäck wurde Danny L. (31) beim Merkel-Besuch am 16. November 2018 von der Polizei aufgegriffen (TAG24 berichtete). Einen Hinweis auf einen geplanten Anschlag erkannte der Richter aber nicht. L. kam deswegen mit Bewährung davon.

Wollte weder zu Angela Merkel, noch zur Pro-Chemnitz-Demo: Bombenbastler Danny L. (31) hatte es mit einem Komplizen auf Zigarettenautomaten abgesehen.
Wollte weder zu Angela Merkel, noch zur Pro-Chemnitz-Demo: Bombenbastler Danny L. (31) hatte es mit einem Komplizen auf Zigarettenautomaten abgesehen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Staatsanwalt und Richter waren sich einig, dass kein politisches Motiv vorliegt. "Deswegen kommt nur eine Verurteilung wegen explosionsgefährlicher Stoffe und des Verstoßes gegen das Waffengesetz infrage", sagte der Richter.

L. wurde Ecke Schloßteichstraße/Bergstraße von der Bereitschaftspolizei Leipzig kontrolliert. Nur wenige Hundert Meter entfernt, in der Hartmannhalle, besuchte Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU) die Niners.

Polizist und Zeuge Alexander G.: "Wir haben ihn der Pro-Chemnitz-Klientel zugeordnet." Im Rucksack fanden die Beamten eine selbstgebaute, 12 Zentimeter lange Rohrbombe.

Ausgerechnet seine kriminelle Laufbahn als Automatensprenger kam dem arbeitslosen Chemnitzer am Amtsgericht zugute.

Er plante wohl "nur" seinen nächsten Coup, führte die Rohrbombe deswegen mit sich. In einem Parallelverfahren werden ihm vier Fälle zur Last gelegt.

Der Bombenbastler wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt - drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Er muss zudem 200 Sozialstunden ableisten.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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