So werden zahlreiche Rückkehrer in die Heimat gelockt

Mit "Begrüßungs-Aktionen" wie am Hauptbahnhof brachte die CWE Schwung ins Programm.
Mit "Begrüßungs-Aktionen" wie am Hauptbahnhof brachte die CWE Schwung ins Programm.  © Peter Zschage

Chemnitz - Chemnitz wird immer anziehender: Schon 1.400 Stellen wurden dieses Jahr über das Rückkehrer-Portal "Chemnitz zieht an" vermittelt. 75 Chemnitzer Firmen suchen hier neue Mitarbeiter - im Jahr 2008 waren es gerade mal 15. Das Erfolgsgeheimnis: Es gibt nicht nur Jobs, sondern handfeste Starthilfe.

"Wir sind effizienter als manches große Jobportal", freut sich Sören Uhle ( 41), Chef der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft CWE. Rund 100.000 mal wird die Seite mittlerweile monatlich aufgerufen. Der Chef macht’s vor: Sören Uhle ist selbst ein Chemnitz-Rückkehrer.

"Dazu gehört mehr als ein neuer Job. Wir bieten den Leuten deshalb ein Netzwerk an Kontakten für ihren Neuanfang."

Auch die Halbleiter-Firma "3D Micromac" ist im Portal dabei, hat derzeit fünf Stellen im Angebot.
Auch die Halbleiter-Firma "3D Micromac" ist im Portal dabei, hat derzeit fünf Stellen im Angebot.  © DPA

So finden sich aktuell nicht nur 430 Stellenangebote und 49 Lehrstellen auf der Seite, sondern auch nützliche Links rund um Wohnung, Kita-Platz oder Sport-Verein.

Uhle: "Wir begrenzen außerdem bewusst die Leiharbeiter-Angebote." Das wissen mittlerweile nicht nur Rückkehrer zu schätzen: "Die 1 400 Stellen wurden zu einem Drittel an Rückkehrer vermittelt, zu einem Drittel an Arbeitsuchende aus der Region und zu einem Drittel an Pendler, die nicht mehr bis in die alten Bundesländer zur Arbeit fahren wollen."

Und: Es gibt ganz besondere Starthilfen - das Portal lockt mit geschenkten Monatsmieten bei der GGG, Rabatten für eine CVAG-Jahreskarte und kostenlosen Stadtführungen, bei denen sich die Kandidaten in Chemnitz "verguggen" sollen.

CWE-Chef Sören Uhle (41) geht als gutes Beispiel voran: Der gebürtige Chemnitzer zog einst nach Norddeutschland - 2007 kehrte er zurück.
CWE-Chef Sören Uhle (41) geht als gutes Beispiel voran: Der gebürtige Chemnitzer zog einst nach Norddeutschland - 2007 kehrte er zurück.  © Klaus Jedlicka

Titelfoto: Klaus Jedlicka


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