Chemnitzer Grüne wollen Nahverkehr massiv ausbauen

Chemnitz - Mehr Verkehr: Die Chemnitzer Grünen wollen den ÖPNV in der Stadt massiv ausbauen. Woher das Geld für die Pläne kommen soll, bleibt offen.

Treffpunkt: Die Linie 1 endet in Schönau. Dort müssen Passagiere in den Bus umsteigen. Die Grünen wollen die Tram-Trasse verlängern.
Treffpunkt: Die Linie 1 endet in Schönau. Dort müssen Passagiere in den Bus umsteigen. Die Grünen wollen die Tram-Trasse verlängern.  © Sven Gleisberg

Mindestens 33 Millionen Euro für eine neue Straßenbahnlinie und rund 760.000 Euro Jahr für Jahr für einen kürzeren Takt: Die Grünen gehen beim Ausbau von Bus und Tram in die Vollen.

"Anfang der 2000er-Jahre wurde die letzte Stadtbahntrasse auf der Stollberger Straße gebaut", so Thomas Lehmann (49), Grünen-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. "Wir können uns vorstellen, ab 2020 mit Planungen einer Straßenbahnverlängerung von Schönau Richtung Reichenbrand zu beginnen."

Die Linie 1 endet in Schönau. Fahrgäste müssen in den Bus umsteigen. Die von den Grünen geforderte Ausdehnung des 20-Minuten-Taktes bis 22.45 Uhr wäre "einer Großstadt würdig", findet CVAG-Sprecher Stefan Tschök (61).

"Aber es muss finanziert sein." Ob eine Ausweitung des 20-Minuten-Taktes mehr Fahrgäste in Busse und Straßenbahnen bringt? Kann sein, muss aber nicht: "Unser Simulationsmodell bildet das nicht ab", sagt Stefan Tschök.

Chemnitz wächst, also muss auch der ÖPNV wachsen, so Thomas Lehmann (49, Grüne).
Chemnitz wächst, also muss auch der ÖPNV wachsen, so Thomas Lehmann (49, Grüne).  © Peter Zschage

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