Er wollte eine Bewährungsstrafe: Autozündler chancenlos vor Gericht

Bastian H. (25) wollten am Dienstag keine höhere Strafe riskieren, sein Anwalt zog die Berufung zurück.
Bastian H. (25) wollten am Dienstag keine höhere Strafe riskieren, sein Anwalt zog die Berufung zurück.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Eigentlich wollte Autozündler Bastian H. (25) eine Bewährungsstrafe. Doch seine Berufung wurde am Dienstag zum kurzen Prozess: Der Pyromane bleibt hinter Gittern.

Im Sommer 2016 hatte der Arbeitslose im Chemnitzer Norden Angst und Schrecken verbreitet. Auf dem Gelände eines Autohändlers an der Leipziger Straße fackelten ein Opel und ein Volvo ab.

Im Herbst ging es weiter, allein in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 2016 erwischte es zwischen der Eckstraße und dem Chemnitz Center drei Autos. Nach einem Anschlag am 2. Januar dieses Jahres wurde es ruhig. Bastian H. wurde im März 2017 verhaftet.

Am Amtsgericht gestand er bereis die Anschläge: "Ich hatte nach dem Tod meiner Uroma große Probleme, trank viel Alkohol. Und betrunken habe ich schon immer Blödsinn gemacht." Ein teurer Blödsinn - am Ende waren es 37.000 Euro Schaden.

In erster Instanz kassierte Bastian H. zwei Jahre und drei Monate Haft (TAG24 berichtete). Am Dienstag marschierte er optimistisch in den Berufungsprozess am Landgericht, wollte maximal zwei Jahre und damit eine Bewährungschance. Weil die Staatsanwaltschaft aber ebenfalls Berufung eingelegt hatte, drohte statt Milderung sogar eine noch höhere Strafe.

Zu viel Risiko - beide Parteien zogen ihre Berufung zurück. Damit bleibt Bastian H. hinter Gittern.

Auch dieser abgefackelte Dacia geht auf das Konto des Autozündlers.
Auch dieser abgefackelte Dacia geht auf das Konto des Autozündlers.  © Harry Härtel/Haertelpress

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0