Präsident überholt Kanzlerin: Steinmeier kommt vor Merkel nach Chemnitz

Chemnitz - Zum Kaffee mit dem ersten Mann im Staat: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (62, SPD) stattet Chemnitz am 1. November einen Besuch ab.

OB Barbara Ludwig (56, SPD) bleibt bei der Kritik an Angela Merkel (64, CDU): "Ihr Besuch November ist zu spät."
OB Barbara Ludwig (56, SPD) bleibt bei der Kritik an Angela Merkel (64, CDU): "Ihr Besuch November ist zu spät."  © Maik Börner

Bei den Bürgern will er sich über die Lage informieren. Zwei Wochen später kommt die Bundeskanzlerin (TAG24 berichtete).

Die Gesprächsreihe mit Steinmeier steht unter dem Motto Kaffeetafel. "Ein gutes Format", so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (56, SPD). Sie war vom Büro des Bundespräsidenten angerufen worden, freut sich über den hohen Besuch. "Kommt ja nicht alle Tage vor, dass ein Bundespräsident Chemnitz besucht."

Von Angela Merkel (64, CDU) hat die OB mittlerweile einen "sehr freundlichen Brief" erhalten. Merkel ist am 16. November in Chemnitz als Reaktion auf die teils ausländerfeindlichen Demos. "Ich halte den November für zu spät", sagt Barbara Ludwig. Sie hatte die Bundeskanzlerin im Oktober eingeladen.

Unterdessen hinterlassen die Aufmärsche Spuren in der Stadtkasse. Die Kosten für Absperrungen der Demonstrationszüge belaufen sich auf 175.000 Euro.

Nach dem Mord an Daniel H. (†35) hat sich nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (62, SPD) im November in Chemnitz angekündigt.
Nach dem Mord an Daniel H. (†35) hat sich nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (62, SPD) im November in Chemnitz angekündigt.  © DPA
Seit den tragischen Ereignissen vom 27. August demonstriert Pro Chemnitz jeden Freitag am Nischel.
Seit den tragischen Ereignissen vom 27. August demonstriert Pro Chemnitz jeden Freitag am Nischel.  © Maik Börner

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