Talsperre wird aufgegeben: Aufstand gegen Euba-Stilllegung

Chemnitz - Die Grünen wollen die Talsperre Euba retten: Viele Schwimmbäder sind alt, marode und für die Kommunen viel zu teuer.

Das Naturbad in Euba wurde bereits 1988 geschlossen.
Das Naturbad in Euba wurde bereits 1988 geschlossen.  © Sven Gleisberg

"Irgendwann ist Schluss für den Schwimmspaß", so die Grünen. Die Stadt will Euba stilllegen, weil ein Betrieb als Naturbad nicht wirtschaftlich sei (TAG24 berichtete).

"Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für Chemnitz, sondern vor allem ein schlechtes Signal für unsere Kinder und Jugendlichen", sagt Grünen-Sprecher Dan Fehlberg (42). "Wenn sich das Naturbad rein wirtschaftlich nicht trägt, regen wir eine Prüfung der Betreibung als offene Badestelle an."

Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hatte ergeben, dass beim Betreiben der Talsperre Euba bei etwa 13.000 Besuchern Einnahmen von 95.390 Euro Ausgaben von 109.520 Euro gegenüber stehen. Aus diesem Grund will die Stadt eine "Wiedereinrichtung eines Naturbades nicht weiterverfolgen".

1988 wurde das Naturbad geschlossen, 2009 ließ die Stadt Chemnitz das Wasser ab. Still ruht der (Rest-)See seitdem. Die Staumauer bröckelt.

Titelfoto: Sven Gleisberg


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