Theater steckt in den Miesen: Finanzspritze benötigt!

Chemnitz - Fällt der letzte Vorhang? Das Theater steckt tief in den roten Zahlen. Die Stadt muss 1,35 Millionen Euro zuschießen, sonst gehen die Lichter aus.

Schön, aber teuer: Auch das Musical "My Fair Lady" trug zum Minus im Theater bei.
Schön, aber teuer: Auch das Musical "My Fair Lady" trug zum Minus im Theater bei.  © Dieter Wuschanski/Theater Chemnitz

Ein Grund der Misere: Kassenschlager ziehen nicht mehr. Oper und Operette müssen zurückgehende Zuschauerzahlen verkraften - von 82.453 Besuchern 2016 auf 77.535 voriges Jahr.

Auch kostspielige Inszenierungen wie das Open-Air-Musical "My Fair Lady" oder "Der Ring des Nibelungen" haben die Spielstätten an den Rand des Ruins gebracht.

Generalintendant Christoph Dittrich (52) räumt ein, bei Personal und Material deutlich überzogen zu haben.

Das Rathaus ist alarmiert: "Das habe ich so noch nicht erlebt", so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (56, SPD). Der Stadtrat soll die Finanzspritze am 23. Mai absegnen.

Und: Die Belegschaft muss büßen! "Zukunftstarifverträge sollen einen Gehaltsverzicht der Beschäftigten enthalten", heißt es in der Vorlage.

Die Städtischen Theater mit rund 208.000 Besuchern 2017 (laut Ratsanfrage der AfD) erhalten jedes Jahr mit etwa 27 Millionen Euro den größten Zuschuss im Kulturbereich. Bis 2021 soll er auf 30,3 Millionen Euro steigen.

OB Barbara Ludwig (56, SPD) ist von den finanziellen Abgründen im Theater überrascht.
OB Barbara Ludwig (56, SPD) ist von den finanziellen Abgründen im Theater überrascht.  © Klaus Jedlicka

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