UN-Hochkommissar verurteilt Gewalt in Chemnitz

Genf/Chemnitz - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt.

Said Raad al-Hussein hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt.
Said Raad al-Hussein hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt.  © DPA

"Zu sehen, was in Sachsen passiert ist, ist wirklich schockierend", sagte Said am Mittwoch in Genf. Er verurteilte insbesondere die Angriffe rechter Demonstranten auf ausländische Passanten. "Es hat nichts mit Mut zu tun, sich auf ungeschützte Menschen zu stürzen", sagte Said. Er rief die Politiker auf, deutlicher Stellung zu beziehen. "Es ist unabdingbar, dass Politiker dies alles verurteilten. Wir brauchen eine Konzentration von Stimmen in dieser Sache."

Der UN-Menschenrechtskommissar Said scheidet Ende August aus dem Amt. Seine Nachfolgerin ist die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Barchelet.

Das Amt dient in erster Linie dazu, die Menschenrechte ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken, Verstöße zu dokumentieren sowie Rat und Hilfe in Menschenrechtsfragen zu leisten.

Nach der tödlichen Messerattacke in der Nacht zu Sonntag in Chemnitz eskalierte die Situation in der sächsischen Stadt. Noch am Sonntagabend gab es heftige Proteste in der Innenstadt, am Montag dann folgten Demos mit mehr als 6000 Teilnehmern.

Titelfoto: DPA


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