Nach 20 Jahren langer Leitung: Marktbrunnen kommt!

Chemnitz - Die Anschlüsse schlummern bereits seit 20 Jahren unterm Marktpflaster. Einen Brunnen dazu gibt's bis heute nicht. Doch das soll sich nun ändern. Im Juni startet ein internationaler Wettbewerb für einen Marktbrunnen.

Da soll er hin! Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne) weist auf die Stelle, wo der Marktbrunnen stehen wird.
Da soll er hin! Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne) weist auf die Stelle, wo der Marktbrunnen stehen wird.  © Kristin Schmidt

Mehr als 15 Jahre sind seit der letzten hitzigen Debatte um den Marktbrunnen vergangen. Bereits 2002 war die Gestaltung des Wasserspiels ausgeschrieben.

Der Siegerentwurf - "Saxonias großer Abwasch" des Berliner Künstlers Timm Ulrichs (78) - war heftig umstritten. Nach langem Hin und Her wurde 2003 entschieden, gar keinen Brunnen zu bauen.

Nun wagt die Stadt einen neuen Anlauf. "Wir sind hoch motiviert, es diesmal anders und besser zu machen", betont Baubürgermeister Michael Stötzer (45, Grüne). Und wie?

"Der Wettbewerb ist offen angelegt", erklärt er. "Jeder, der eine Idee hat, darf sich beteiligen." Anspruch: "Der Marktbrunnen soll interessant sowie markant und unverwechselbar sein". Budget: 450.000 Euro.

Ab 1. Juni dürfen die Ideen sprudeln. In zwei Phasen ermitteln sieben Fachjuroren - u.a. Gestalter Clauss Dietel (83) und Mössinger-Nachfolger Frédéric Bußmann (43) sowie sechs kommunalpolitische Sachpreisrichter bis Mitte Juni 2019 die drei Gewinner, unter denen das Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro aufgeteilt wird. Gebaut wird natürlich der erstplatzierte Entwurf.

Am 8. Mai 2018, 18 Uhr, lädt das Baudezernat ins Kraftwerk (Kaßbergstraße 36) ein, um den Chemnitzern die Wettbewerbsinhalte und die Jury vorzustellen.

Der umstrittene "Tassenbrunnen" sollte eigentlich den Markt schmücken. Doch "Saxonias großer Abwasch" wurde nie erledigt.
Der umstrittene "Tassenbrunnen" sollte eigentlich den Markt schmücken. Doch "Saxonias großer Abwasch" wurde nie erledigt.
Stattdessen wurden die Reste des alten Chemnitzer Saxonia-Brunnens neu aufgebaut. Seit fünf Jahren plätschert Sachsens Patronin auf dem Johannisplatz.
Stattdessen wurden die Reste des alten Chemnitzer Saxonia-Brunnens neu aufgebaut. Seit fünf Jahren plätschert Sachsens Patronin auf dem Johannisplatz.  © Uwe Meinhold

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