"Pro Chemnitz"-Chef Martin Kohlmann im Visier des Verfassungsschutzes

Chemnitz - Martin Kohlmann ins rechte Licht gerückt: In einem TV-Beitrag berichtete die ARD-Sendung "Report Mainz", dass der Chef von "Pro Chemnitz" seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet werde.

Dem Verfassungsschutz bestens bekannt: "Pro Chemnitz"-Chef Martin Kohlmann (41).
Dem Verfassungsschutz bestens bekannt: "Pro Chemnitz"-Chef Martin Kohlmann (41).  © dpa/Sebastian Willnow

Das stimmt nur zum Teil - auf TAG24-Anfrage stellte eine Sprecherin des sächsischen Verfassungsschutzes klar: "Martin Kohlmann wird nicht als Person, sondern als Teil der neo-nationalsozialistischen Szene in der Region Chemnitz beobachtet" - nur dann, wenn er dort auftaucht.

Die ARD konnte "geheime Ermittlungsunterlagen" des Geheimdienstes einsehen. Danach hatte der "Pro Chemnitz"-Chef enge Kontakte zur 2014 verbotenen Gruppe "Nationale Sozialisten Chemnitz" (NSC).

Kohlmann-Sprecher Benjamin Jahn (32) wies den Vorwurf zurück: "Es gab keine engen Kontakte zum NSC. Auftritte von Martin Kohlmann auf genehmigten Demos gehören zur Meinungsfreiheit."

Grünen-Ratsfrau Petra Zais (61) fand den Bericht hilfreich: "Martin Kohlmann radikalisiert sich in Wort und Tat. Wir dürfen ihn nicht verharmlosen."

Deutlicher wurde Fraktionskollege Thomas Lehmann (50). Er schnauzte Martin Kohlmann im Rat an: "Sie sind ein Nazi. Geben Sie ihr Stadtratsmandat zurück!"

Hier eine Demo von Pro Chemnitz, ihr Chef ist Martin Kohlmann.
Hier eine Demo von Pro Chemnitz, ihr Chef ist Martin Kohlmann.  © DPA

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