Zoff um Gelbe Säcke: Entsorgt der ASR zu selten?

Chemnitz - Am Chemnitzer Stadtrand stapelt sich der Plastikmüll. Grund: Der ASR kommt nur noch alle vier statt zwei Wochen zur Abholung der Gelben Säcke und Tonnen (TAG24 berichtete). Laut dem CDU-Landtagsabgeordneten Peter Patt (55) hat sich der ASR verkalkuliert und sei durchaus in der Lage, den Abhol-Rhythmus zu verkürzen.

Der ASR ist nicht an den Vier-Wochen-Rhythmus gebunden, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Peter Patt (55).
Der ASR ist nicht an den Vier-Wochen-Rhythmus gebunden, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Peter Patt (55).  © Klaus Jedlicka

Seit Februar holt der ASR nur noch einmal im Monat Plastikmüll ab. Zugleich wird flächendeckend am Stadtrand die Gelbe Tonne eingeführt. Peter Patt: "Der Entsorgungs-Auftragnehmer muss dafür Sorge tragen, dass ordentlich und angemessen entsorgt wird."

Mit dem Dualen System Deutschland (DSD) wurde zwar ein 4-Wochen-Rhythmus vereinbart. Dieser sei aber nicht fix, sagt Patt, sondern könne durchaus verkürzt werden.

Der Abfallentsorger sieht das anders: "Der ASR hat sich an einer bundesweiten Ausschreibung beteiligt. Dabei wurde das Angebot zur Erfüllung der in der Ausschreibung geforderten Leistung kalkuliert."

Und weiter: "Die logistische Herausforderung in der Entsorgung besteht darin, mit den kalkulierten Kosten den Vertrag zu erfüllen. Dazu ist es erforderlich, die Entsorgungstouren und das Personal effektiv einzusetzen und das Ladevolumen der Entsorgungsfahrzeuge optimal zu nutzen."

Mit einem Stadtratsbeschluss wollen CDU und FDP in der nächsten Sitzung wieder zum 2-Wochen-Rhythmus zurück.

An der Chemnitzer Straße im Chemnitzer Stadtteil Grüna stapelt sich der Plastikmüll.
An der Chemnitzer Straße im Chemnitzer Stadtteil Grüna stapelt sich der Plastikmüll.  © Sven Gleisberg

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