Daran scheiterte die Abschiebung des mutmaßlichen Messerstechers von Chemnitz

Chemnitz/Berlin - Die 2016 noch mögliche Abschiebung des mutmaßlichen Messerstechers von Chemnitz ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" aufgrund eines Aktenfehlers unterblieben.

Die Tat passierte in der Brückenstraße, direkt neben dem Stadtfestgelände.
Die Tat passierte in der Brückenstraße, direkt neben dem Stadtfestgelände.  © Harry Härtel/Haertelpress

So habe die Ausländerbehörde in Chemnitz zwar im Mai 2016 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) einen Brief mit einer Abschiebefrist bis November erhalten, bestätigte ein Behördensprecher der Zeitung.

Diese Frist sei aber "nicht in die Akte übertragen" worden. Man sei deshalb davon ausgegangen, nur bis August Zeit zu haben. Und weil die Zeit für eine Abschiebung als zu kurz erschien, habe man alle Abschiebevorbereitungen am 21. Juli 2016 eingestellt, wurde der Sprecher zitiert.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte zuletzt das Bamf für die erfolglose Abschiebung verantwortlich gemacht.

Der Mann steht im Verdacht am 26. August den 35 Jahre alten Chemnitzer Daniel H. am Rande des Stadtfestgeländes niedergestochen zu haben. Daniel H. starb kurz darauf an seinen schweren Verletzungen (TAG24 berichtete). Die Polizei konnte in unmittelbarer Tatortnähe zwei Verdächtige schnappen. Ein dritter Verdächtiger ist noch auf der Flucht, nach ihm wird gefahndet.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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