Nach Todesdrama in Polen: Wie sicher sind die Escape-Rooms in Chemnitz?

Chemnitz -Nachdem fünf Mädchen bei einem Brand in einem "Escape-Room" in Polen ums Leben kamen (TAG24 berichtete), ist die Unsicherheit groß. Könnte so ein Unglück auch bei uns passieren? Alexander Meller (36) von "exit Sachsen" klärt auf.

Bei "exit Sachsen" werden die Spieler permanent videoüberwacht - so kann jederzeit eingegriffen werden.
Bei "exit Sachsen" werden die Spieler permanent videoüberwacht - so kann jederzeit eingegriffen werden.  © Peter Zschage

Bei einem "Escape-Room" sind mehrere Spieler in Räumen eingesperrt, müssen Rätsel lösen, um den Ausweg zu finden. "Das Unglück in Polen ist tragisch", sagt Meller. Er betreibt zwei Standorte in Chemnitz. Es sei ein Unterschied, ob der Raum sich in Polen oder Deutschland befinde. "Der deutsche Gesetzgeber hat vorgesorgt. Einen Brand kann es natürlich überall geben. Aber wir sind besser darauf vorbereitet."

Für den Notfall gebe es Rauchmelder, Feuerlöscher, Notlichtsysteme und Sprinkleranlagen. "Mit 60 Litern pro Minute haben wir statt mit einem Brand eher mit Hochwasser zu rechen", schmunzelt Meller. "Außerdem sind überall Lautsprecher und die Spieler werden permanent per Video überwacht." Er versichert: "Wir können zu jeder Zeit eingreifen."

Das städtische Baugenehmigungsamt erklärt: Regelmäßige Überprüfungen von "Escape-Rooms" in "normalen" Gebäuden fänden zwar nicht statt, doch in Sonderbauten wie dem RAWEMA-Haus seien regelmäßige Prüfungen durch die Feuerwehr vorgeschrieben.

Ein Sprecher: "Das passiert alle fünf Jahre. Überprüft werden die Einhaltung der Forderungen der Baugenehmigung, des Brandschutzes und die Funktionstüchtigkeit der relevanten technischen Einrichtungen."

In Polen kamen fünf Mädchen bei einem Brand in einem "Exit Room" ums Leben.
In Polen kamen fünf Mädchen bei einem Brand in einem "Exit Room" ums Leben.  © Imago

Titelfoto: Peter Zschage

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0