Standing Ovations! Die "Walküre" begeistert alle

Chemnitz - Richard Wagners "Ring des Nibelungen" am Chemnitzer Opernhaus (Theaterplatz 2) wird fortgesetzt: Am Samstag feierte der zweite Teil, "Die Walküre" Premiere und löste wahre Begeisterungsstürme aus, stehende Ovationen inklusive.

Die Wotanskinder Sieglinde (Christiane Kohl) und Siegmund (Zlotan Nyári).
Die Wotanskinder Sieglinde (Christiane Kohl) und Siegmund (Zlotan Nyári).  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof

Die Oper, die den ersten Tag des Bühnenfestspiels zeigt, erzählt die Geschichte der Wotanskinder Siegmund und Sieglinde, die getrennt aufwachsen, sich aber als Erwachsene treffen und ein Liebespaar werden. Sieglindes Mann Hunding fordert Siegmund zum Kampf und Wotan befiehlt seiner Tochter, der Walküre Brünnhilde, das Schicksal gegen Siegmund zu wenden. Doch sie setzt sich über ihren Vater hinweg.

Fünf Stunden dauert die Oper! Regiesseurin Monique Wagemakers ist trotzdem eine kurzweilige und zeitgemäße Inszenierung gelungen.

Die Bühne ist in einer Art Gewölbe gestaltet, dessen grauer Farbton die bedrückende Stimmung und die Schicksalsschwere des Stücks unterstützt.

Verstärkt wird das durch einen schwarzen Schleier, der über weite Teile der Inszenierung die Bühne vom Publikum abtrennt.

Die Walküre Brünnhilde (Dara Hobbs) setzt sich über den Willen ihres Vaters hinweg und unterstützt Siegmund.
Die Walküre Brünnhilde (Dara Hobbs) setzt sich über den Willen ihres Vaters hinweg und unterstützt Siegmund.  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof

Das Ensemble liefert Großartiges: Besonders Aris Argiris als Wotan konnte mit seinem weichen Bariton die Gunst des Publikums für sich gewinnen. Die amerikanische Sopranistin Dara Hobbs fegt als Walküre Brünnhilde wie eine Naturgewalt über die Bühne.

Als Zwillingspaar Sieglinde und Siegmund brillieren die Sopranistin Christiane Kohl und Tenor Zlotan Nyári.

Die musikalische Leitung hatte Felix Bender inne, der mit der Philharmonie schon zu den Pausen zahlreiche "Bravo"-Rufe erhielt. Die Begeisterung des Publikums für die Inszenierung hielt sich bis zum Ende: Von dem nicht enden wollenden Schlussapplaus und stehenden Ovationen war das ganze Ensemble überwältigt.

Die nächste Aufführung von "Die Walküre" ist am 2. April um 16 Uhr. Karten gibt es ab 27 Euro.

Der Grieche Aris Argiris brilliert als Wotan, Monika Bohinec stellt seine Frau Fricka dar.
Der Grieche Aris Argiris brilliert als Wotan, Monika Bohinec stellt seine Frau Fricka dar.  © Theater Chemnitz/Kirsten Nijhof