Bande klaute 30.000 Euro aus Briefen: Postauto-Fahrer vor Gericht

Chemnitz - Für die selbstständigen Post-Fahrer Lukasz M. (29), Krysztof K. (41), Damian T. (41) und Czeslaw W. (37) sollen ihre Dienstwagen rollende Geldtransporter gewesen sein - laut Anklage klauten die Männer fast 30.000 Euro aus Briefumschlägen.

Damian T. (41) gilt als Kopf der Bande. Er schwieg am Mittwoch, will sich später zu den Vorwürfen äußern.
Damian T. (41) gilt als Kopf der Bande. Er schwieg am Mittwoch, will sich später zu den Vorwürfen äußern.  © Harry Härtel/Haertelpress

85 Fälle wirft die Anklage dem Quartett vor. Sie sollen zwischen September 2017 und Februar 2018 ihre Touren zusammengelegt haben, damit im Wagen ein Fahrer am Steuer und ein "Schnüffler" auf der Ladefläche "arbeiten" konnten. Mit starken Lampen durchleuchteten die Männer die Briefe - bei Bargeld schlugen sie zu.

Mal zehn Euro, im Höchstfall 2400 Euro - die Staatsanwaltschaft kommt auf knapp 30.000 Euro Schaden. Die Touren führten die Männer quer durch Deutschland. Zwei Angeklagte - Krysztof K. und Czeslaw W. - legten am Mittwoch Teilgeständnisse ab. "Ich war spielsüchtig, es tut mit leid", sagte der 37-Jährige.

Auf die Spur waren die Ermittler dem Quartett bei der Überwachung der sogenannten "Planenschlitzer-Bande" gekommen. Deren Prozess läuft parallel am Landgericht Chemnitz (TAG24 berichtete), die Überwachung der Telefone der Brummi-Diebe führte die Fahnder auf die Spur der "Postmafia".

Der Prozess wird fortgesetzt - wegen schwerem Bandendiebstahl drohen den Angeklagten bis zu zehn Jahr Haft.

Damian T. (41) gilt als Kopf der Bande. Er schwieg am Mittwoch, will sich später zu den Vorwürfen äußern.
Damian T. (41) gilt als Kopf der Bande. Er schwieg am Mittwoch, will sich später zu den Vorwürfen äußern.  © Harry Härtel/Haertelpress

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