Medienbericht: Vermummte sollen jüdisches Restaurant in Chemnitz attackiert haben

Chemnitz - Ermittelt das LKA schon? Am Montag dem 27. August sollen Rechtsxtreme in Chemnitz ein jüdisches Lokal angegriffen haben. An dem besagten Tag fanden in der Stadt mehrere Demonstrationen statt.

Etwa ein Dutzend Männer sollen in Chemnitz auf ein Jüdisches Restaurant losgegangen sein.
Etwa ein Dutzend Männer sollen in Chemnitz auf ein Jüdisches Restaurant losgegangen sein.  © imago (Symbolbild)

Wie die Welt schreibt, sollen gegen 21.40 Uhr circa ein Dutzend in Schwarz gekleidete und vermummte Männer das Restaurant "Shalom" angegriffen haben.

Die Täter sollen dem Bericht zufolge dabei ausländerfeindliche Parolen gebrüllt haben. Eine Fensterscheibe ging zu Bruch.

Die Fassade des Gebäudes wurde beschädigt, weshalb der Wirt Anzeige beim sächsischen Landeskriminalamt erstattete.

Laut Informationen von Welt am Sonntag befassen sich auch der sächsische Staatsschutz und das polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum mit dem Vorfall.

Die Attacke auf das Restaurant soll binnen weniger Sekunden vorbei gewesen sein. Das Lokal setzt seinen Betrieb trotz der Umstände unvermindert fort.

Außerdem berichtet die Welt, dass sich der Inhaber mit einem Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (43) gewandt haben soll.

Update 22.28 Uhr: Der Beauftragte gegen Antisemitismus der Bundesregierung, Felix Klein, zeigte sich alarmiert. "Sollten die Berichte zutreffen, haben wir es mit dem Überfall auf das jüdische Restaurant in Chemnitz mit einer neuen Qualität antisemitischer Straftaten zu tun.

Hier werden die schlimmsten Erinnerungen an die dreißiger Jahre wachgerufen", sagte er der Zeitung.

Titelfoto: imago (Symbolbild)


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