Rentner brutal überfallen: Brüder müssen in den Knast!

Chemnitz - Rentner Bernd K. (75) wurde von Sergejs M. (40) und Viktors M. (34) ausgeraubt - und musste anschließend sogar ins Krankenhaus. Eine junge Frau sorgte dafür, dass die Täter gefasst wurden.

Berufungs-Prozess am Landgericht Chemnitz: Viktors M. (34, l.) und Sergejs M. (40) wurden wegen Raubes zu jeweils einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt.
Berufungs-Prozess am Landgericht Chemnitz: Viktors M. (34, l.) und Sergejs M. (40) wurden wegen Raubes zu jeweils einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt.  © Sven Gleisberg

Bernd K. saß an einem Sommertag im August vergangenen Jahres an der Haltestelle Lortzingstraße, als die lettischen Brüder versuchten, den Rentner zu beklauen. Doch Bernd K. wehrte sich.

Daraufhin schlug Viktors M. ihn so heftig, dass der 75-Jährige von der Bank fiel. Bernd K. rappelte sich wieder auf, ihm wurde ein weiterer Schlag versetzt, er wurde gewürgt.

Währenddessen bewies Zeugin Danella F. (20) Zivilcourage und rief die Polizei: "Ich hatte Angst. Als junges Mädel kann man ja nicht viel gegen zwei erwachsene Männer ausrichten." Die Täter versuchten, mit der erbeuteten Brieftasche zu fliehen, doch die Polizei konnte sie stellen.

Das Chemnitzer Amtsgericht hatte die beiden zu jeweils einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt. Beide Seiten gingen in Berufung. Am Landgericht wurde gestern neu verhandelt. Richter Schmidt: "Mich hat das Ganze hier etwas verwundert. Ich halte das Urteil für in Ordnung." Nach kurzer Verhandlung wurden die Berufungen schließlich zurückgenommen. Das ursprüngliche Urteil bleibt bestehen.

Bernd K. ist empört: "Ich finde die Strafe auf keinen Fall angemessen, das war ein schwerer Raubüberfall."

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