Flüchtling randaliert in Kirche: War es ein Anschlag?

Chemnitz - Anschlag oder Rowdytum? Ein Pakistani (24) stieg nachts in die Markuskirche am Sonnenberg ein. Er zerstörte die Einrichtung, richtete mehr als 10.000 Euro Schaden an (TAG24 berichtete). Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Motiv des Flüchtlings ist noch unklar.

Ein kaputtes Fenster in der Markuskirche auf dem Sonnenberg. Das Gotteshaus wurde Opfer eines randalierenden Pakistani (24). Der Staatsschutz ermittelt.
Ein kaputtes Fenster in der Markuskirche auf dem Sonnenberg. Das Gotteshaus wurde Opfer eines randalierenden Pakistani (24). Der Staatsschutz ermittelt.  © Maik Börner

Ein Kirchenmitglied entdeckte den Randalierer am Samstagvormittag. Er lag schlafend in der Kirche, zugedeckt mit sakralen Tüchern (Paramente).

"Es roch nach Weihrauch. Der Mann muss Kerzen angezündet haben", sagt Kirchenvorstand Bernd Rößiger (68). Die Polizei sperrte den Kirchenraum ab. Leuchter waren zerbrochen, Messingteller und Kerzen zerstört, Schalldeckel über der Kanzel sowie Altar beschädigt.

"Ein Anschlag mit islamistischem Hintergrund wäre ein schrecklicher Gedanke. Aber noch wissen wir das nicht", sagte Pfarrer Manfred Rentzsch (82). Er hatte zu Beginn des Gottesdienstes die Gemeinde beruhigt: "Wir lassen uns die Freude am Glauben nicht zerstören."

Zu den Hintergründen der Tat machte die Polizei zunächst keine Angaben. Der Mann sei inzwischen wieder auf freiem Fuß, hieß es.

Update, 10.50 Uhr:

Wie die Polizei am Montag mitteilt, gehen die Ermittler nicht von einem religiösen Motiv aus. "Vielmehr ist das Handeln des jungen Mannes auf seinen Gesundheitszustand zurückzuführen", so ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Die Markuskirche auf dem Sonnenberg wurde verwüstet. Ein Pakistani (24) hatte in dem christlichen Gotteshaus randaliert. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Die Markuskirche auf dem Sonnenberg wurde verwüstet. Ein Pakistani (24) hatte in dem christlichen Gotteshaus randaliert. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.  © Maik Börner

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