Abriss oder Erhalt? Wie geht es mit der Talsperre Euba weiter?

Chemnitz - Kommt jetzt Leben in das Areal rund um die Talsperre Euba? Zumindest landet das Thema "Sanierung der Talsperre Euba" auf der Tagesordnung im September-Stadtrat.

Ines Saborowski (50, CDU) kämpft seit Jahren für die Belebung des Areals in Euba. Mit erstem Erfolg: Bald wird im Stadtrat diskutiert.
Ines Saborowski (50, CDU) kämpft seit Jahren für die Belebung des Areals in Euba. Mit erstem Erfolg: Bald wird im Stadtrat diskutiert.  © Werner Kaiser

Ines Saborowski (50), stellvertretende Fraktionsvorsitzende von CDU/FDP, hatte nochmal Druck gemacht. Denn das Thema brodelt seit gut 30 Jahren. 1988 wurde das Naturbad offiziell geschlossen, 2009 ließ die Stadt Chemnitz das Wasser ab.

Währenddessen bröckelte die rund 180 Meter lange Staumauer vor sich hin, die Umgebung wucherte zu. Saborowski drängelt: "Wir müssen uns als Stadt entscheiden, wohin die Reise mit dem Gelände und allem voran der Talsperre gehen soll."

Mehr als 400 Mitglieder hat der Verein "Rettet die Talsperre Euba!", Chef ist Mario Gauss (54): "Wir hätten nie gedacht, dass es so langwierig ist. Hier wird eine touristische Chance vertan. Ein Naturbad wäre auch keine Konkurrenz zu bestehenden Freibädern."

Aus dem Rathaus gibt es vorsichtig positive Signale. Ein Sprecher: "Die Beschlussvorlage soll im September 2018 im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss sowie im Stadtrat behandelt werden.

Ursprünglich war das von der Stadtverwaltung vor der Sommerpause geplant. Der Ortschaftsrat Euba hatte jedoch gebeten, eine weitere Variante zur Betreibung der Talsperre wirtschaftlich zu prüfen. Diesem Wunsch ist die Stadt Chemnitz nachgekommen."

Das Ergebnis der Debatte ist völlig offen. Die Kosten für die Sanierung würden bei rund fünf Millionen Euro liegen.

Mario Gauss (54) leitet den Verein, der für den Erhalt des Naturbades kämpft.
Mario Gauss (54) leitet den Verein, der für den Erhalt des Naturbades kämpft.  © Klaus Jedlicka
Die Staumauer hat schon bessere Tage gesehen. Eine komplette Sanierung des Areals würde rund fünf Millionen Euro kosten.
Die Staumauer hat schon bessere Tage gesehen. Eine komplette Sanierung des Areals würde rund fünf Millionen Euro kosten.  © Sven Gleisberg