Charme-Offensive! Unis kämpfen um neue Studenten

Chemnitz - Die Universitäten in und um Chemnitz haben einen guten Ruf. Trotzdem kämpfen sie um jeden Studenten. Am gestrigen Donnerstag war wieder Charme-Offensive angesagt: Die Fakultäten der Region, unter anderem in Chemnitz und Mittweida, öffneten ihre Türen für potenzielle Erstsemestler.

Neben Maschinenbau gab's am gestrigen Donnerstag weitere 100 Studiengänge für 2500 Neugierige an der TU Chemnitz zu entdecken.
Neben Maschinenbau gab's am gestrigen Donnerstag weitere 100 Studiengänge für 2500 Neugierige an der TU Chemnitz zu entdecken.  © Kristin Schmidt

Die TU Chemnitz wusste optisch zu begeistern: "Spektakulär sind die Vorführungen des Tesla-Transformators der Elektrotechniker. Da gibt’s große Blitze im Hörsaal", sagt Sprecher Mario Steinebach (54). Rund 2500 Interessierte strömten am gestrigen Donnerstag in Hörsäle und Labore, zu entdecken gab's 101 Studiengänge.

"Dazu machen wir seit ein paar Jahren eine Talkrunde mit Studierenden. So können Schüler auf Augenhöhe Fragen stellen", erklärt Steinebach. Er weiß: "Das ist besser, als wenn jemand mit Schlips und Krawatte die Uni vorstellt." Pluspunkt des Standorts für über 11.000 Studenten: "Wohnen ist hier günstig. Da sind wir im Bundesvergleich ganz weit vorn."

Rund 650 Besucher kamen trotz Schneechaos an die Hochschule Mittweida. "Wir haben dieses Jahr zwei neue Studiengänge im Angebot", sagt Sprecher Helmut Hammer (54). Zu den rund 50 bestehenden Fächern gesellen sich die Bachelor-Studiengänge "Wirtschaftsingenieurwesen" und "Global Communications".

Das abstrakt klingende Fach hat eine Besonderheit: "Der Unterricht findet auch online statt. Man sitzt also nicht in der Vorlesung, sondern irgendwo auf der Welt. Die Studenten werden viel Zeit im Ausland verbringen", erklärt Hammer.

Die rund 7000 Studenten schätzen besonders das familiäre Flair. Hammer augenzwinkernd: "Da kann es aber auch mal passieren, dass man die Vorlesung schwänzt und hinterher den Dozenten im Supermarkt trifft ..."

Am Tag der offenen Tür präsentierten Studierende der TU Chemnitz auch das Auto vom TUC Racing Team.
Am Tag der offenen Tür präsentierten Studierende der TU Chemnitz auch das Auto vom TUC Racing Team.  © Kristin Schmidt
Im Biotechnologie-Labor der HS Mittweida erklärt Dominique Tuch (30, l.) Jessica Kurucz (18), ihrem Vater Jörg Poetzsch (49) und Sören Tara (18) einen Roboter.
Im Biotechnologie-Labor der HS Mittweida erklärt Dominique Tuch (30, l.) Jessica Kurucz (18), ihrem Vater Jörg Poetzsch (49) und Sören Tara (18) einen Roboter.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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