Nach tödlicher Messerattacke: Anstieg bei Übergriffen auf Ausländer in Chemnitz

Chemnitz - In Chemnitz ist die Zahl der Übergriffe auf Ausländer und Journalisten seit der tödlichen Messerattacke im August sprunghaft angestiegen.

Am Tatort der Messerstecherei erinnern noch immer Blumen und Kerzen an den getöteten Daniel H.
Am Tatort der Messerstecherei erinnern noch immer Blumen und Kerzen an den getöteten Daniel H.  © Uwe Meinhold

Wie die Opferberatung RAA in Chemnitz mitteilt, hat es in den vergangenen acht Wochen in der Stadt 43 Angriffe auf Ausländer und Journalisten gegeben. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2017 gab es nur 20 solcher Übergriffe.

Allein in der ersten Woche nach der Messerstecherei gab es im Zuge rechter Demonstrationen rund 30 Angriffe, darunter mehrere Körperverletzungen, Bedrohungen oder rassistisch motivierte Angriffe.

Auslöser für den sprunghaften Anstieg war die tödliche Messerstecherei in der Nacht zum 26. August auf der Brückenstraße in Chemnitz. Dabei wurde der 35-jährige Deutschkubaner Daniel H. getötet, zwei weitere Männer wurden verletzt. Tatverdächtig sind Asylbewerber.

Nach der Attacke hatte es in der Stadt mehrere rechtsgerichtete Demonstrationen geben, bei denen es auch zu Jagdszenen auf Ausländer gekommen war. Videos, die davon den Sozialen Medien auftauchten, lösten eine heftige Debatte in Deutschland aus.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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