Förster warnen vor zunehmender Waldbrandgefahr!

Chemnitz - In Nordsachsen fackeln wegen der Hitze die Felder ab, in der Lausitz brennen die ersten Wälder - und auch in Chemnitz ist die Lage inzwischen angespannt!

Waldbrandstufe 3: Ullrich Göthel (46), Forstbereichsleiter Grüna, warnt eindringlich vor Leichtsinnigkeiten nahe Waldgebieten.
Waldbrandstufe 3: Ullrich Göthel (46), Forstbereichsleiter Grüna, warnt eindringlich vor Leichtsinnigkeiten nahe Waldgebieten.  © Uwe Meinhold

Es herrscht bis zu Waldbrandstufe 4 - jede Zigarette kann bei dieser Trockenheit ein Feuer entfachen. Der Grünaer Forstbezirksleiter Ullrich Göthel (46) warnt: "Wer zündelt, muss mit Bußgeld und Anzeige rechnen."

Momentan schwanken die Waldbrandstufen in Chemnitz zwischen drei und vier, liegen also noch unter der höchsten Alarmstufe fünf, was "mit Luftfeuchte und Windstärke zu tun hat", so Göthel.

Dennoch wird die Lage von vielen unterschätzt. "Erst heute habe ich eine Zigarette neben einer Bank am Totensteinweg gesehen. Drumherum sind ein Kilometer Wald."

Auch an anderen Orten wird die Brandgefahr nicht ernst genommen. An der Schlosshalbinsel der Talsperre Pohl stand am Mittwoch eine Wiese in Flammen. Die Feuerwehr musste anrücken. Auch der Kreisjagdverband Chemnitz muss Einschränkungen hinnehmen.

"Wegen der anhaltenden Trockenheit lassen wir das Wild in Ruhe. Nur selten fahren wir ins Jagdgebiet - und wenn, dann gelten hohe Sicherheitsbedingungen", so Vorstand Dieter Ryczek (70).

In allen Fällen gilt: Auch bei Warnstufe drei ist offenes Feuer in Waldregionen absolut tabu.


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